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Constantin Medien AG: Umsatz geht im 1. Halbjahr deutlich zurück, Hoffnungen ruhen auf DFB-Pokal

Die Constantin Medien AG legte ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017 vor
Die Constantin Medien AG legte ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017 vor

Die Constantin Medien AG hat ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2019 vorgelegt: Der Umsatz sank um 10,5 Millionen Euro, unter anderem wegen des Wegfalls der UEFA Europa League. Der Vorstand sieht die Konzernstrategie allerdings bestätigt und hofft vor allem auf die Lizenzrechte am DFB-Pokal.

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Die Constantin Medien AG, zu der unter anderem Sport 1 und Plazamedia gehören, hat ihre Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt: Dabei lagen die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten dieses Jahres unter Vorjahresniveau. Der Umsatz betrug 50 Millionen Euro und damit 10,5 Millionen Euro weniger als im 1. Halbjahr 2018. Gründe für den Rückgang sehen die Verantwortlichen im Wegfall der UEFA Europa League, der selbst durch “positive Umsatzimpulse” aus der Eishockey-Weltmeisterschaft, der DEL und der Champions Hockey League sowie den stabilen Bundesliga-Sonntagen nicht kompensiert werden konnte.

Positiver operativer Cash-Flow

Außerdem habe es eine generelle Zurückhaltung bei Werbeausgaben gegeben sowie die monatelange rechtliche Unsicherheit bei den Schleswig-Holstein Lizenzen für Online-Casinos. Erst seit dem 27. Juni ist die Bewerbung von Online-Casinos wieder möglich, heißt es in der Mitteilung. Gleichwohl verzeichnet der Medienkonzern einen positiven operativen Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit von 2,3 Millionen Euro (Vergleich zu 2018: – 4,9 Millionen Euro).

Das Konzernergebnis Anteilseigner verbesserte sich um 2,3 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode. Für das 2. Quartal wurde ein leicht positives Konzernergebnis Anteilseigner (0,04 Millionen Euro) erzielt und laut Constantin Medien “eine signifikante Verbesserung im EBIT gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal erreicht”. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte um 1,3 Millionen Euro auf – 0,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. Insgesamt hielt sich das EBIT in den ersten sechs Monaten 2019 bei -5,0 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018: -4,8 Millionen Euro) aufgrund des Rückgangs von Material- und Lizenzaufwand “nahezu stabil”.

Das Finanzergebnis stieg in den ersten sechs Monaten um 1,4 Millionen Euro auf 0,9 Millionen Euro. Als Grund werden dafür die “vollständige Tilgung der im April 2018 fällig gewordenen Unternehmensanleihe 2013/2018 und des damit verbundenen Entfalls der entsprechenden Zinsaufwendungen” genannt.

Investitionen in Plazamedia zahlen sich langsam aus, so Schröder
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Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG, interpretiert die Zahlen wie folgt: “In den Ergebnissen vom ersten Halbjahr 2019 zeigt sich sehr deutlich, dass unsere Strategie aufgeht. Uns ist die Profitabilität wichtiger als das Umsatzwachstum, dabei haben wir große Fortschritte gemacht. Trotz rückläufiger Umsätze hat sich das Konzernergebnis stark verbessert.”

Insbesondere die Verbesserung bei Plazamedia zeige, dass sich die hohen Investitionen langsam auszahlen würden. Der Umsatz solle allerdings wieder wachsen, betont Schröder, der dafür bereits wichtige Bereiche sieht: “Dafür erwarte ich Impulse aus den Live- und Highlight-Rechten am DFB-Pokal ab der Saison 2019/20. Ebenso sehe ich positive Entwicklungen im Digitalbereich, wo wir mittlerweile mehr Mitarbeiter beschäftigen als im Free-TV-Stammgeschäft.”

Hinsichtlich der bisherigen Prognose für das laufende Geschäftsjahr sehen die Verantwortlichen keinen Änderungsbedarf: Der Vorstand geht zum derzeitigen Zeitpunkt von einem Umsatz zwischen 105 und 125 Millionen Euro aus. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis soll zwischen 0,5 und – 3 Millionen Euro liegen.

tb

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