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“Beruhigungspille für Beschäftigte” – DJV kritisiert geplantes Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm von Springer

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Foto: Axel Springer

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner will nach dem geglückten Einstieg des US-Finanzinvestors KKR ein neues Beteiligungsprogramm für die weltweit mehr als 16.000 Beschäftigten aufsetzen. Dies hatte MEEDIA vergangene Woche exklusiv gemeldet. Die Maßnahme stößt beim Deutschen Journalistenverband (DJV) auf Kritik.

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Vergangene Woche hatte MEEDIA berichtet, dass Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner für die Mitarbeiter des Konzerns ein neues Beteiligungs-Programm aufsetzen will. “Uns ist bei Axel Springer immer wichtig gewesen, dass möglichst alle Mitarbeiter profitieren, wenn wir als Unternehmen erfolgreich sind. Um unsere gemeinsamen Wachstumsziele auch künftig fest zu verankern, möchten wir ein neues Mitarbeiter-Beteiligungsprogramms einführen“, erklärte eine Springer-Sprecherin gegenüber MEEDIA. So wolle der “Bild”-Herausgeber in den kommenden Monaten ein solches Programm entwickeln, hieß es. Zudem ergänzt die Springer-Sprecherin auf Anfrage: “Mit dem Beteiligungsprogramm, das derzeit entwickelt und rechtlich geprüft wird, wollen wir den Mitarbeitern von Axel Springer ein attraktives Angebot machen, weiterhin am Erfolg des Unternehmens zu partizipieren. Und zwar ganz unabhängig von der Frage der Börsennotierung! Dabei sind verschiedene Modelle denkbar. Hierzu werden wir die Mitarbeiter informieren, sobald weitere Details feststehen.”

Der Deutschen Journalistenverband (DJV) kritisiert das Vorhaben scharf. Er bezeichnet die angekündigte Maßnahme als “eine Beruhigungspille für verunsicherte Beschäftigte”. Für die Journalistengewerkschaft sei nicht klar, wie das “funktionieren soll, wenn der Konzern nicht mehr an der Börse notiert ist”. So erwägt KKR nach bisherigem Stand, Springer vom Aktienparkett zu nehmen. “Wenn Springer keine börsennotierte Aktiengesellschaft mehr ist, können den Mitarbeitern auch keine Anteilsscheine angeboten werden”, erklärt der DJV.

Fest steht für den Journalistenverband, dass der “US-Investor KKR wirtschaftlich bei Springer künftig den Ton angeben wird.” So geht der Verband davon aus, dass mit dem neuen Investor aus Manhattan “die Geschäftszahlen der einzelnen Springer-Medien noch genauer seziert werden als bisher”. Das schüre die “Sorgen und Verunsicherung der Springer-Beschäftigten”, heißt es. Befürchtungen in der Belegschaft gehen dahin, dass KKR noch stärker auf der Rendite in den einzelnen Sparten schauen könnte. Dem amerikanischen Investor wird nachgesagt, dass er bei seinen Firmenengagements zweistellige Umsatzrenditen anstrebe.

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Fraglich sei deshalb, wie sich die Geschäftserwartungen von KKR auf die Sparte News Media auswirken könnte. Hier hatte es jüngst Wirbel um einen Passus im KKR-Übernahmeangebot gegeben. Demnach wurde der Fortbestand der “Welt”-Gruppe mit bestimmten Bedingungen verknüpft. Springer-Vorstandschef Döpfner wies dies zurück. Er versicherte den Mitarbeitern, dass die “Welt” nicht zur Disposition stehe.

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