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Milliarden-Deal: New Media Investment Group will Mehrheit an Verlagshaus von “USA Today”

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In den USA bahnt sich ein Milliarden-Deal zwischen zwei großen Verlagshäusern an: Die New Media Investment Group möchte die Mehrheit von Gannett erwerben, zu dem unter anderem "USA Today" gehört. Beide Unternehmen erhoffen sich jährliche Kosteneinsparungen von 300 Millionen US-Dollar.

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Die New Media Investment Group, Eignerin des US-Lokalzeitungsverlags Gatehouse, will die Mehrheit am Medienkonzern Gannett (“USA Today”) übernehmen. Die Unternehmen gaben am Montag bekannt, sich auf einen Kaufpreis von 12,06 US-Dollar pro Aktie geeinigt zu haben. Damit wird Gannett bei der Transaktion mit rund 1,4 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) bewertet. New Media will in bar und mit eigenen Aktien zahlen.

Mit der Fusion bündeln die beiden an den Auflagen gemessen größten Herausgeber von US-Tageszeitungen ihre Kräfte. Durch den Zusammenschluss sollen die jährlichen Kosten um bis zu 300 Millionen Dollar reduziert werden, zugleich soll der digitale Wandel bei den Titeln der Medienunternehmen beschleunigt werden. Wie sich die Einsparungen im Detail realisieren lassen, wollte New-Media-Chef Michael Reed in einer Telefonkonferenz am Montag nicht verraten. Er soll das gemeinsame Unternehmen künftig leiten.

Befürchtungen: Es könnte zu Entlassungen kommen

Beide Parteien betonen, dass durch den Zusammenschluss der Qualitätsjournalismus aufgewertet werden würde. Allerdings, so schreibt es die “New York Times”, haben beide Unternehmen in den vergangenen Jahren Journalisten entlassen.

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Wegen sinkender Einnahmen hatte Gannett in der Vergangenheit Millionen in den digitalen Bereich investiert. Allerdings haben sich diese Schritte bislang nicht wie erhofft ausgezahlt. Zum Verlag gehören neben der “USA Today” über 100 weitere Publikationen wie “Detroit Free Press” oder die “El Paso Times”. Mit der Vereinigung von Gatehouse und Gannett führt die dadurch entstehende Mediengruppe über 260 Tageszeitungen in den USA, dazu kommen über 300 wöchentliche Publikationen. Das Unternehmen soll unter dem Namen Gannett laufen.

Nach der Fusion sollen die Aktionäre von New Media mit 50,5 Prozent die Mehrheit am Konzern halten. Die Unternehmen gehen nach eigenen Angaben davon aus, die Fusion bis zum Jahresende abschließen zu können. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen aber noch zustimmen.

tb/mit Material der dpa

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