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Einstieg von KKR bei Axel Springer: Mindestschwelle von 20 Prozent Annahme wurde erreicht

Springer-Chef Mathias Döpfner macht bei Ebay-Kleinanzeigen einen Rückzieher.

Auf die letzten Meter wurde die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent für den Einstieg des US-Finanzinvestors KKR bei Axel Springer erreicht. Das Kartellamt muss dem Deal allerdings noch zustimmen. KKR will bei Springer einsteigen und mindestens fünf Jahre lang investiert bleiben. Gemeinsam mit KKR will CEO Mathias Döpfner die Expansion vorantreiben. Das Medienhaus soll dafür von der Börse genommen werden.

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Die Annahmefrist für das Angebot von KKR an die Springer-Aktionäre endete am 2. August. Bis Donnerstag vergangener Woche waren noch erst 15,45% der Anteilseigner bereit gewesen, das KKR-Angebot von 63 Euro je Aktie anzunehmen. Auf die letzten Meter kamen dann aber doch noch die notwendigen 20% zusammen. Es war allerdings im Vorfeld auch erwartet worden, dass vor allem große Fonds bis kurz vor Schluss warten und sich dann erst entscheiden.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, sagte: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere geplante strategische Partnerschaft mit KKR. Wir werden so zusätzliche Chancen nutzen können und unsere Wachstums- und Investitionsstrategie beschleunigen.“ Julian Deutz, Finanzvorstand von Axel Springer, ergänzte: „Wir freuen uns, dass das attraktive Angebot von KKR angenommen wurde. Auch mit Blick auf die noch ausstehenden Angebotsbedingungen sind wir zuversichtlich, dass sie in den nächsten Monaten erfüllt werden können.“

Aktionäre, die das Angebot bislang nicht angenommen haben, können innerhalb einer Frist von 14 Tagen entscheiden, doch noch anzunehmen. Die Frist beginnt mit der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses durch KKR in den nächsten Tagen, wenn die Aktien komplett ausgezählt worden sind.

Der Springer-Betriebsrat hat zwischenzeitlich Bedenken geäußert, dass der Einstieg von KKR zu Einschnitten bei dem Berliner Medienhaus führen könnte. So gibt es in dem Übernahmeangebot von KRR eine Klausel, die folgendes besagt: „Es ist möglich, dass die Bieterin ihre in dieser Angebotsunterlagen geäußerten Absichten und Einschätzungen nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage ändert.” Dazu gehören beispielsweise mögliche Strukturmaßnahmen, die die Belegschaft treffen könnten. In Branchenkreisen kursieren seit längerem Gerüchte, wonach das Medienhaus seine digitalen Aktivitäten in einer Einheit bündeln und die klassische Zeitungsgeschäft mit den Druckereien abspalten und das Personal hier zusammenschrumpfen könnte. Diese Ängste in der Belegschaft bekommen durch den Einstieg von KKR neue Nahrung.

Sowohl KKR als auch Springer-CEO Döpfner hatten immer wieder betont, dass die Beteiligung von KKR eine strategische und langfristige sei. Die Partnerschaft sei vor allem darauf ausgerichtet, Springer im digitalen Rubrikengeschäft und im digitalen Journalismus zum Weltmarktführer zu machen.

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