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Hörfunk-Werbemarkt: Radio-Kombi Baden-Württemberg überholt Radio NRW, Klassik Radio größter Gewinner

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Das Radio ist laut Nielsen neben den Online-Vermarktern und der Out-of-Home-Reklame die einzige Branche, die ihren Brutto-Werbeumsatz im ersten Halbjahr steigern konnte - um 0,9% gegenüber 2018. Der Blick auf die größten 50 Sender und Kombis zeigt: Die Entwicklungen sind sehr unterschiedlich, es gibt große Gewinner und deutliche Verlierer. Ganz vorn: die Radio-Kombi Baden-Württemberg, größter Gewinner: Klassik Radio.

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938,8 Mio. Euro setzten die von Nielsen ausgewerteten Radio-Anbieter im ersten Halbjahr um. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (930,3 Mio.) entspricht das einem zarten Plus von 0,9%. Im Vergleich zu den anderen klassischen Mediengattungen entwickelte sich das Radio damit gut. So verlor das Fernsehen 1,3% seines Brutto-Werbeumsatzes, die Zeitungen 1,7% und die Publikums- und Fachzeitschriften 3,5% und 3,6%. Lediglich Desktop- und Mobile-Werbung im Internet, sowie Out-of-Home-Reklame legten wie das Radio zu.

Der Blick auf die größten Anbieter zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine neue Nummer 1: Durch ein 9,0%-Plus zog die Radio-Kombi Baden-Württemberg knapp an Radio NRW vorbei, das 1,4% einbüßte. Auf den Rängen 3 bis 5 folgen der Verlierer Antenne Bayern, der Gewinner Hit Radio FFH und der deutliche Verlierer WDR 2. Sogar mehr als 10% hinzu gewann in der Top Ten Bayern 3, mehr als 10% verloren haben hingegen 1Live und NDR 2.

Abseits der Top 10 legten einige Anbieter sogar um 30% und mehr zu: Allen voran das Klassik Radio, das sich um 36,7% steigerte und nun auf Platz 13 liegt. Das Plus von 5,49 Mio. Euro ist absolut gesehen der größte Zuwachs aller von Nielsen ausgewerteten Radio-Anbieter. Radio 21 aus Niedersachsen gewann 44,8% hinzu und verbessert sich passenderweise auf Platz 21, die Rheinland-Kombi Köln gewann dahinter 36,2%. Sogar bei 71,2% liegt das Plus von Radio Bob! aus Hessen, der Sender macht einen deutlichen Sprung auf Rang 28.

Verlierer mit einem Minus von mehr als 10% gibt es auf den Rängen 11 bis 50 nur zwei: Radio FFN mit einem Verlust von 13,5% des Vorjahres-Brutto-Umsatzes, sowie Star FM 87.9 aus Berlin mit einem von 19,7%.

Brutto-Werbeumsätze der Radio-Sender 2019

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    Umsatz brutto Jan.-Jun.* 2019. vs. 2018 absolut 2019. vs. 2018 in %
1 Radio-Kombi Baden-Württemberg 61,81 5,10 9,0%
2 Radio NRW 61,56 -0,89 -1,4%
3 Antenne Bayern 51,63 -1,53 -2,9%
4 Hit Radio FFH 35,93 1,35 3,9%
5 WDR 2 28,81 -2,95 -9,3%
6 Bayern 3 27,94 2,56 10,1%
7 1Live 27,47 -5,90 -17,7%
8 Radio Hamburg 23,30 0,17 0,7%
9 Bayern Funkpaket 22,48 -0,15 -0,7%
10 NDR 2 22,34 -2,50 -10,1%
11 Radio FFN 21,18 -3,30 -13,5%
12 SWR3 20,95 0,24 1,1%
13 Klassik Radio National 20,46 5,49 36,7%
14 Radio Schlewsig-Holstein 20,01 0,66 3,4%
15 Antenne Niedersachsen 19,98 0,71 3,7%
16 Big FM Hot Music Radio 18,49 -1,48 -7,4%
17 RPR1. 18,40 -0,31 -1,6%
18 Bayern 1 17,82 -0,59 -3,2%
19 Lokalfunk Kombi Westfalen 17,21 -0,18 -1,0%
20 BB Radio 17,08 0,56 3,4%
21 Radio 21 16,94 5,24 44,8%
22 Rheinland Kombi Köln 16,26 4,32 36,2%
23 104.6 RTL 16,20 0,92 6,0%
24 Radio SAW 15,79 -0,74 -4,5%
25 Radio PSR 14,16 -0,59 -4,0%
26 Westfunk Kombi Ruhr 13,86 -0,87 -5,9%
27 Funk-Kombi West 13,12 0,28 2,2%
28 Radio Bob! 12,12 5,04 71,2%
29 Jam FM New Music Radio 12,10 1,78 17,3%
30 mdr 1 11,48 -0,78 -6,4%
31 Berliner Rundfunk 91!4 11,15 -0,75 -6,3%
32 Antenne Thüringen 10,64 0,59 5,9%
33 89.0 RTL 10,57 -0,28 -2,0%
34 hr3 10,40 -0,71 -6,4%
35 Planet Radio 9,97 -0,14 -1,4%
36 RTL Radio 9,40 1,43 17,9%
37 94'3 rs2 9,38 0,00 0,0%
38 105,5 Spreeradio 8,72 0,74 9,3%
39 SWR1 BW 8,38 -0,56 -6,3%
40 mdr Jump 8,08 -0,78 -8,8%
41 Antenne Mecklenburg-Vorpommern 7,88 1,01 14,7%
42 R.SA 7,71 -0,68 -8,1%
43 Star FM 87.9 7,16 -1,75 -19,7%
44 98.8 Kiss FM 6,41 -0,38 -5,6%
45 Radio Brocken 6,35 0,29 4,8%
46 Radio Bob! Rockt SH 6,29 0,94 17,5%
47 Energy Berlin 6,17 -0,31 -4,7%
48 Rockland Radio 5,72 -0,59 -9,4%
49 Energy Sachsen 5,67 0,14 2,6%
50 Rock Antenne Hamburg 5,61 0,88 18,7%
*Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen / Tabelle: MEEDIA

Die Branchen, die dem Radio den größten Brutto-Werbeumsatz bescheren, bleiben der Lebensmitteleinzelhandel mit einem Marktanteil von 17,0%, der Handel für Möbel und Einrichtung mit 9,1% und die PKW-Branche mit 8,1%. Auf den ersten fünf Plätzen der Unternehmen, die das meiste Geld im Radio lassen, finden sich fünf Lebensmitteleinzelhändler: Lidl, Kaufland, Aldi, Penny und Rewe. Dahinter folgt dann die Media-Saturn-Holding.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte und Austauschgeschäfte werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Anbieter, Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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