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Deloitte-Studie: Wachstum bei VoD-Diensten flacht ab – haben Netflix & Co. ihren Zenit schon erreicht?

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© Foto: Unsplash: Rawpixel

Haben Video-On-Demand-Dienste ihren Zenit schon erreicht? Eine Studie der Wirtschaftsberater von Deloitte legt das nahe. Die Nutzerzahlen würden deutlich weniger wachsen als bisher. Das lineare Fernsehen sei zudem vor einer Disruption bewahrt.

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60 Prozent der Deutschen nutzen sogenannte VoD-Dienste, bei denen sich im Gegensatz zum linearen Fernsehen die Sendungen jederzeit abrufen lassen. In den vergangenen beiden Jahren ist der Anteil der VoD-Nutzer an der Gesamtbevölkerung nur noch um fünf Prozent gestiegen – trotz neuer Angebote wie DAZN oder dem Eurosport Player. Zum Vergleich: In den zwei Jahren davor lag die Wachstumsrate noch bei 21 Prozent.

Die Wirtschaftsberater von Deloitte, die für die Studie rund 2.000 deutsche Konsumenten befragt haben, ziehen daraus nur einen Schluss: Die Zeiten des großen Wachstums von VoD-Diensten sind vorbei, ihr Zenit ist langsam erreicht.

Ein Blick auf die einzelnen Altersgruppen liefert eine Erklärung dafür. Bei Konsumenten unter 35 Jahren ist Video-on-Demand weitgehend Mainstream. 89 Prozent der 19- bis 24 Jährigen nutzen solche Dienste zum Beispiel. Hier ist kaum noch Platz für Wachstum. Anders bei den älteren Mediennutzern: Mangels ansprechender Inhalte sind in diesem Segment kaum neue Nutzer hinzugekommen. Bei den 55- bis 64-Jährigen liegt der VoD-Anteil gerade einmal bei 42 Prozent.

Mehrheit schaut noch linear
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Während der Anteil kaum wächst, steigt die Nutzungsintensität von Netflix & Co. jedoch an. 32 Prozent der Befragten und damit mehr als die Hälfte der VoD-Nutzer geben an, mehr davon zu schauen als noch vor einem Jahr.

Dem linearen TV schadet das aber nur leicht. Altersübergreifend schauen 16 Prozent der Deutschen überwiegend nicht-linear, vor allem jüngere Nutzer. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 13 Prozent. Die Verschiebung vom linearen TV hin zum non-linearen ist daher moderater als man angesichts der Wachstumsraten der Streamingdienste annehmen könnte. Für Zuschauer gebe es beim Video-Konsum kein “entweder/oder“, erläutern die Macher der Studie. Sie bedienten sich gezielt aus dem vielfältigen Bewegtbild-Angebot und schätzten große Blockbuster-Serien von Netflix & Co. ebenso wie Live-Events im klassischen TV-Programm.

rt

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