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Datenskandal um Cambridge Analytica: Facebook akzeptiert fünf Milliarden Dollar-Strafe

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© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Weil Facebook vor drei Jahren unerlaubt Daten an die Analysefirma Cambridge Analytica weitergab, muss das Netzwerk nun fünf Milliarden Dollar Strafe zahlen. Einem entsprechenden Vergleich hat Facebook am Mittwoch zugestimmt. Zudem verpflichtet es sich zu internen Datenschutz-Maßnahmen.

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Facebook wird nach den Datenschutz-Skandalen der vergangenen Jahre die Rekordsumme von fünf Milliarden Dollar zahlen, um Ermittlungen von US-Behörden zu beenden. Nachdem die Handelsaufsicht FTC den milliardenschweren Vergleich mit dem Online-Riesen akzeptiert hat, gibt es nun auch von Facebook Zustimmung für den Deal. Das hat die FTC am Mittwoch bekannt gegeben. Es ist die höchste von ihr jemals geforderte Strafe.

Die Handelsaufsicht setzte als Teil des Vergleichs zudem Auflagen durch: Unter anderem soll es beim Verwaltungsrat des Online-Netzwerks ein zusätzliches Gremium zur Datenschutz-Aufsicht geben. Dies solle Gründer und Chef Mark Zuckerberg die bisherige Machtfülle bei Datenschutz-Entscheidungen nehmen, erklärte die FTC am Mittwoch.

Facebook legte bereits Geld zurück

Für das Online-Netzwerk ist eine Strafe dieser Größenordnung leicht zu verdauen. Bereits im ersten Quartal hatte Facebook dafür drei Milliarden Dollar zurückgestellt. In dem Vierteljahr gab es immer noch 2,43 Milliarden Dollar Gewinn. Schon damals hatte das Unternehmen geschätzt, dass die Zahlung auf fünf Milliarden Dollar hinauslaufen.

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Die FTC hatte im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals vor über einem Jahr eine Ermittlung eingeleitet. Die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, hatte Daten von Millionen von Nutzern bei Facebook abgreifen können. Seit der Affäre ist der Internetkonzern durch weitere Datenschutzverstöße noch tiefer in die Kritik geraten.

dpa/rt

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