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Wegen möglicher Politik-Karriere: “Kurier”-Herausgeber Helmut Brandstätter legt sein Amt nieder

Helmut Brandstätter
Helmut Brandstätter Screenshot: YouTube/Kurier.at

Von 2010 bis 2018 arbeitete Helmut Brandstätter als Chefredakteur des österreichischen "Kurier". Seit 2013 fungierte er zudem als Herausgeber. Nun legte der 64-jährige Brandstätter dieses nieder – um bei der anstehenden Nationalratswahl für die liberale Partei Neos zu kandidieren.

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“Helmut Brandstätter hat einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssteigerung des ‘Kurier’ geleistet. Vor allem auch in einem anspruchsvollen Umfeld und unter dem Aspekt der Herausforderung digitaler Medien ist es ihm gelungen, den ‘Kurier’ zu einer der meistzitierten Tageszeitungen in Österreich weiterzuentwickeln. Ich bedanke mich bei Helmut Brandstätter für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wünsche ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg“, so Erwin Hameseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Von 1997 bis 2003 war Brandstätter zudem Geschäftsführer des Nachrichtensenders n-tv.

Brandstätter erklärte, er werde am Donnerstag bekannt geben, ob er “in der Welt der Medien bleibe oder in die Politik wechsle. In jedem Fall werde ich für einen starken, kritischen und unabhängigen Journalismus kämpfen, den Österreich dringend braucht.” Am Mittwoch will die Partei Neos entscheiden, ob sie Brandstätter einen sicheren Listenlatz für die anstehende Nationalratswahl in Österreich gibt.

Wegen seinen politischen Ambitionen durfte der Herausgeber im “Kurier” zuletzt nicht mehr schreiben, wie u.a. der “Standard” berichtet. “Kurier”-Chefredakteurin Martina Salomon teilte ihrem Vorgänger am Montag per Mail mit, dass vorerst keine Artikel mehr von ihm veröffentlicht würden, solange nicht geklärt sei, ob er in die Politik wechselt oder nicht. Mit dem Rückzug vom Herausgeberposten hat Brandstätter nun selbst für Klarheit gesorgt.

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Thomas Kralinger, Geschäftsführer des Kurier-Medienhauses sagt über Brandstätter: “Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass der ‘Kurier’ in einem herausfordernden Medienmarkt seine Reichweite stabil halten konnte. Gleichzeitig hat er als Medienprofi maßgeblich zur Erneuerung und digitalen Transformation des Kurier-Medienhauses beigetragen – ohne dabei unseren hohen Qualitätsaspekt aus den Augen zu verlieren.”

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