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Nach 14 Jahren: Antenne Bayern-Chef Felix Kovac will den Privatradioverband APR verlassen

Felix Kovac
Felix Kovac Foto: Antenne Bayern

Antenne Bayern-Chef Felix Kovac will nach 14 Jahren überraschend den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) abgeben, einer der größten Privatradiovereinigungen Deutschlands. Er hat den Vorstand gebeten, ihn von seinem Amt nach einer Übergangszeit zu entbinden. Über die Gründe wird in der Branche heftig spekuliert.

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Er ist die langjährige Stimme der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR), einer der bedeutendsten Lobbyvereinigungen in der deutschen Radioszene: Felix Kovac. Bereits seit 2005 vertritt der Geschäftsmann als Vorsitzender die Interessen des APR und dies mit großem Erfolg. Deshalb bestätigten ihn die Mitglieder noch vor wenigen Monaten erneut für weitere zwei Jahre in seinen Amt.

Doch nun ist überraschend Schluss – und dies nach 14 Jahren im Amt. Nach MEEDIA-Informationen will der gebürtige Augsburger überraschend seinen Vorsitz abgeben. Über die Gründe seines Ausscheidens wird heftig spekuliert. In Branchenkreisen kursieren Gerüchte, dass sein Rückzug beim APR indirekt mit seinem neuen Job bei der Unternehmensgruppe Antenne Bayern zusammenhängt. Hier ist 49-Jährige seit Anfang des Jahres Vorsitzender der Geschäftsführung. Er folgte auf den langjährigen Senderchef Karlheinz Hörhammer, der in den Ruhestand geht, aber noch bis 2020 als Mitglied des Fachbereichsvorstandes Radio und Audiodienste des Verband Privater Medien, kurz VAUNET, gewählt ist.

Vakanz bei VAUNET

Mit Ausscheiden von Hörhammer bei Antenne Bayern muss die Position im Vorstand des Fachbereichs bei VAUNET neu besetzt werden. Dies erfolgt durch eine Wahl, die turnusgemäß im September stattfindet. Dafür soll sich nun Kovac – ob selber oder durch Dritte – ins Gespräch gebracht haben, heißt es in Branchenkreisen. Damit eckt er aber offenbar bei diversen APR-Mitglieder an, die eine solche Doppelrolle missbilligen, heißt es aus APR-Kreisen. Einige Mitglieder des APR sind angeblich sauer. Sie seien davon ausgegangen, dass die Radio-Koryphäe unverändert ausschließlich ihre Interessen fest im Blick behält – zumindest soll dies Kovac den APR-Teilnehmern auf der Mitgliederversammlung so versichert haben, heißt es.

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Ein APR-Sprecher betont auf MEEDIA-Anfrage “Felix Kovac hat den Vorstand der APR gebeten, ihn nach einer Übergangszeit von seinem Amt als Vorsitzender der APR zu entbinden.“ Nähere Angaben zur Übergangszeit macht er nicht. Laut APR ist Antenne Bayern seit Jahren indirektes Mitglied der APR, was so bleiben wird. “Mitarbeiter der Antenne Bayern werden auch zukünftig in Gremien der APR verantwortlich mitarbeiten”, erklärt ein Sprecher. Zu Personalspekulationen über VAUNET will sich APR nicht äußern. Wer Kovac als Vorsitzender beim APR folgen könnte, ist unklar. Denkbar ist, dass der stellvertretende APR-Vorsitzende Olaf Hopp, CEO von Energy Deutschland, den Posten übernimmt.

Auch ein VAUNET-Sprecher hält sich zur Nachbesetzung von Hörhammer durch Kovac im Fachbereich Radio und Audiodienste bedeckt. “Bitte haben Sie Verständnis, dass wir der Wahlentscheidung unserer Mitglieder nicht vorgreifen können und daher solche Spekulationen im Markt nicht kommentieren”, so ein Verbandssprecher gegenüber MEEDIA.

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