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Firefox experimentiert mit Bezahl-Abo: Keine Werbung, aber Entschädigung für Publisher

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Der Firefox-Browser könnte schon bald umgestaltet werden: Mozilla experimentiert mit einer Premium-Version, die den Nutzern Werbefreiheit auf Webseiten verspricht. Publisher sollen im Gegenzug Geld bekommen, um die ausbleibenden Einnahmen auszugleichen. Im Herbst könnte das Bezahlmodell an den Start gehen – doch noch fehlen die Details.

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In einem Interview mit dem Branchenmagazin “t3n” hatte Mozilla-CEO Chris Beard eine solche Bezahlversion schon angekündigt. Der Nutzer könnte für 4,99 US-Dollar pro Monat Zusatzdienste bekommen, die es bislang nicht gibt. Eine neue Testseite zeigt nun, dass es der Browser-Hersteller ernst meint.

Auf der Seite ist unter anderem zu sehen, welche Funktionen Firefox in die Premiumvariante bringen möchte. Angeboten werden könnten Audio-Versionen von journalistischen Texten, sichere Speichermöglichkeiten oder ein VPN-Service. Für Publisher ist aber vor allem der am meisten beworbene Punkt interessant: Werbefreiheit auf Webseiten.

Firefox kooperiert dabei mit dem US-Unternehmen Scroll. Der Service entfernt die Werbung auf ausgewählten Seiten und bietet Publishern im Gegenzug eine Entschädigung an. Magazine wie “Slate”, “USA Today”, “Buzzfeed” oder “The Atlantic” arbeiten bereits mit Scroll zusammen. Wie genau die Entschädigung aussieht, ist offiziell nicht bekannt. Dem “Wall Street Journal” zufolge sollen Publisher aber 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Aufgeteilt wird das Geld je nachdem, wie lange der Nutzer auf den Webseiten surft.

Eine Mozilla-Sprecherin spricht auf Nachfragen über die Partnerschaft von einem “Experiment”, das noch “kein finales Produkt” sei. Derzeit teste das Unternehmen zunächst den Bedarf eines solchen Dienstes. Scroll lässt sich momentan in verschiedene Browser integrieren. Nativ arbeitet aber noch keiner mit dem Service zusammen – eine Kooperation mit Firefox könnte dem Dienst Auftrieb verleihen.

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Angeblich sollen im Herbst die Premiumfunktionen erstmals öffentlich präsentiert werden. Mozilla erhofft sich bis dahin, alle Tests beendet zu haben. Geld hat das Unternehmen aber nötig. Denn die Marktmacht der Konkurrenz ist mittlerweile erdrückend. Googles Chrome erreicht allein einen Anteil von rund 70 Prozent. Firefox liegt bei 10 Prozent.

rt

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