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#trending: Christian Lindner, Donald Trump, Reynmen und Karrieretipps von Monica Lewinsky

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Guten Morgen! Was für spannende, bewundernswerte fünf Stunden! Das Wimbledon-Finale zwischen Novak Djokovic und Roger Federer meine ich. Es war einfach zu aufregend, um es auszuschalten. Und so schaute ich und schaute ich. Und steckte sogar meine Kinder an: "Papa, erzählst Du morgen früh, wer gewonnen hat?" 11:11 stand es da im fünften Satz. Manchmal ist es schade, dass Tennis in Deutschland kein so populärer TV-Sport mehr ist wie einst.

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#trending // Christian Lindner und die Seenotrettung

Die journalistische Story mit den meisten Social-Media-Interaktionen kam am Sonntag von FDP-Chef Christian Lindner. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe äußerte sich Lindner zum Thema Seenotrettung, dem wohl größten Social-Media-News-Thema der vergangenen Wochen.

Lindner in dem Interview: “Unterlassene Hilfeleistung ist nicht zu rechtfertigen. Auf der anderen Seite darf es keine Beihilfe zur Schlepperkriminalität bei Wirtschaftsmigranten geben”. Und weiter: “Die Lösung muss darin liegen, dass wir mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in Nordafrika menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten und legale Fluchtwege nach Europa schaffen.” Sprich: Die im Mittelmeer in Seenot geratenen Menschen sollen gerettet, dann aber nach Nordafrika und nicht nach Europa gebracht werden.

Die meisten Interaktionen auf Facebook und Twitter sammelte keine Website der Funke Mediengruppe ein, sondern Spiegel Online: 13.500 waren es für den Text “FDP-Chef über Seenotrettung: Lindner will Flüchtlinge direkt nach Afrika zurückbringen lassen“. Direkt dahinter folgt in den Social-Media-News-Charts vom Sonntag Focus Online mit der Headline “In sichere Lager – Lindner will schiffbrüchige Flüchtlinge nach Nordafrika zurückbringen lassen” und 12.100 Reaktionen. Zustimmung bekam Lindner dabei im Übrigen von der FDP Sachsen bis zur AfD Niedersachsen. Aus Richtung der AfD gab es aber hauptsächlich Posts mit dem Tenor “Lindner kopiert uns, kriegt aber nicht wie wir Ärger wegen solcher Forderungen”.

#trending // Donald Trump und die “‘progressive’ Democrat Congresswomen”

In den USA sorgte am Sonntag wieder einmal Donald Trump für den größten Aufreger. In drei Tweets regte sich der Präsident über “‘Progressive’ Democrat Congresswomen” auf, die aus “countries whose governments are a complete and total catastrophe” gekommen wären. Gemeint sind wohl Frauen wie Rashida Tlaib, Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez und Ayanna Pressley.

Die Frauen würden “viciously telling the people of the United States, the greatest and most powerful Nation on earth, how our government is to be run”, so Trump. Und: “Why don’t they go back and help fix the totally broken and crime infested places from which they came. Then come back and show us how it is done”.

Zahlreiche demokratische Politiker bezeichneten Trumps Äußerungen daraufhin als “rassistisch”. Ilhan Omar, eine der offenbar angesprochenen Politikerinnen antwortete Trump direkt via Twitter: “Mr. President, As Members of Congress, the only country we swear an oath to is the United States. Which is why we are fighting to protect it from the worst, most corrupt and inept president we have ever seen.” Innerhalb weniger Stunden überholte Omar Trumps Tweets in Sachen Likes und Retweets. 184.000 sammelte sie in rund fünf Stunden, auf 139.000 kam Trump mit dem erfolgreichsten der drei Tweets in zehn Stunden.

NBC News berichtete unter der Headline “Trump says progressive congresswomen should ‘go back’ to countries they ‘originally came from’” und erreichte mit 290.000 Facebook- und Twitter-Interaktionen die meisten aller englischsprachigen journalistischen Artikel des Tages. Der Business Insider erreichte mit “Trump tells progressive congresswomen to ‘go back’ to countries” 180.000 Interaktionen, Buzzfeed kam mit “Trump Attacked Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, And Ayanna Pressley With Racist Tweets” auf 168.000 und CNN mit “Trump tweets racist attacks at progressive congresswomen” auf 117.000.

#trending // Reynmen – ein türkischer YouTuber und sein Megahit

Das erfolgreichste Musikvideo des Wochenendes stammt von keinem Superstar aus den USA, sondern von einem YouTuber aus der Türkei. Yusuf Aktaş a.k.a. Reynmen hat auf YouTube bereits 4,9 Mio. Abonnenten, besitzt damit eins der zehn erfolgreichsten Accounts der Türkei.

Neben seinen anderen YouTube-Videos macht Reynmen auch Musik, türkischen Pop-Rap. Zu seinem neuesten Song “Ela” veröffentlichte Reynmen am Freitag einen Clip auf YouTube – und stand am Schluss des Wochenendes bei sagenhaften 27 Mio. Abrufen. Die Views kommen dabei nicht nur aus der Türkei, sondern auch aus anderen Ländern. Auf Spotify beispielsweise lässt sich gut erkennen, wo Reynmen besonders beliebt ist: In der Türkei fand sich sein neuer Song am Samstag auf Platz 1 der Spotify-Charts, in Österreich auf 42, in Deutschland auf 48 und in den Niederlanden auf 173.

In der Türkei sind seine am Samstag fast 800.000 erreichten Streams sogar ein neuer Alltime-Rekord: Nie zuvor wurde ein Song auf Spotify dort so oft an einem einzelnen Tag gehört. Reynmen brach übrigens seinen eigenen Rekord, den er mit dem Vorgänger-Song “Derdim Olsun” aufgestellt hatte.

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#trending // Karrieretipps von Monica Lewinsky

Für einen der erfolgreichsten Tweets des Tages sorgte am Sonntag Monica Lewinsky, womöglich immer noch die berühmteste Ex-Praktikantin der Welt. Sie antwortete auf einen Tweet des Psychologen und Autoren Adam Grant, der sich mit der Frage auseinander setzte, welches die schlechtesten Karriereempfehlungen waren, die er jemals bekommen habe. Lewinskys trockene Antwort: “an internship at the white house will be amazing on your resume.” 124.000 Likes und Retweets gab es dafür innerhalb eines halben Tages.

#trending // Deutsche Tops des Tages

Story nach Social-Media-Interaktionen: Spiegel Online – “FDP-Chef über Seenotrettung: Lindner will Flüchtlinge direkt nach Afrika zurückbringen lassen” (13.500 Interaktionen bei Facebook und Twitter)

Story nach Likes & Shares bei Twitter: Jouwatch – “Rackete und ‘Sea-Watch 3’ – alles nur ein Fernsehspiel für ARD und ‘Panorama’?” (6.800 Likes und Shares)

Podcast bei iTunes: Besser als Sex – “Selbstliebe

Google-SuchbegriffWimbledon Live (200.000+ Suchen)

Wikipedia-SeiteFußball 2000 (41.100 Abrufe am Samstag) [zum Hintergrund]

Youtube-Video: Rezo ja lol ey – “Flachwitz-Anspuck Challenge mit Julien Bam

Song (Spotify): Capital Bra – “Zombie” (922.200 Stream-Abrufe aus Deutschland am Samstag)

Musik (Amazon): Ed Sheeran – “No.6 Collaborations Project” (Audio CD)

DVD/Blu-ray (Amazon): “Captain Marvel” (Blu-ray) [erscheint am 18. Juli]

Game (Amazon): “Super Mario Maker 2 – Standard Edition” (Nintendo Switch)

Buch (Amazon): Pamela Reif – “You Deserve This: Einfache & natürliche Rezepte für einen gesunden Lebensstil” (Gebundene Ausgabe)

trending // Feedback

Anmerkung: Alle in #trending genannten Zahlen beziehen sich wenn nicht anders vermerkt auf den Vortag der Newsletter-Veröffentlichung (Stand: 24 Uhr)

Was finden Sie gut an #trending? Was schlecht? Was fehlt Ihnen? Schreiben Sie mir!

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Alle Kommentare

  1. Was mir mal wieder übel bei den Trump Tweets aufgestoßen ist, dass sie in breiten Teilen der deutschen Medien als rassistisch dargestellt wurden. Wohlgemerkt nicht in Kommentaren, wo man ja durchaus gute Argumente dafür bringen kann. Sondern in den Nachrichten und dabei häufig noch als Überschrift und ohne jedes Argument, sondern als Fakt.

    Was wollen wir Medien mit so einer unprofessionellen Arbeitsweise erreichen? Nur in der eigenen Filterblase die eigenen Fans zum Beben bringen, die es auch für rassistisch halten würden, wenn Trump die Uhrzeit ansagt? Oder im Sinne des betreuten Journalismus Menschen durch Prpagandamethoden statt Argumenten überzeugen? Traurig.

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