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Studie zum Influencermarketing: Die Interaktionen brechen ein – doch es gibt auch gute Nachrichten

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Nie waren die Interaktionsraten für Instagram-Posts geringer als heute. Das liegt auch am Erfolg der Plattform, zeigt eine Studie der Agentur Influencer-DB. Für Marketer gibt es auch positive Erkenntnisse: Sponsored-Posts lohnen sich, kleine Influencer werden wichtiger und auch die Qualität des Publikums ist in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Land.

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Influencer haben es bei Instagram heute schwerer, Likes zu sammeln. Das zeigt die Studie der Agentur Influencer-DB, die über 300.000 Accounts ausgewertet hat. Die Interaktionsraten ihrer Posts liegen derzeit bei 1,9 Prozent. Gemeint ist damit die Anzahl der Likes im Verhältnis zur Zahl der Follower. Noch vor drei Jahren hatte die Agentur eine Rate von 4,5 Prozent gemessen.

Ähnlich drastisch verhält es sich bei bezahlten Posts. Während 2016 im Schnitt vier Prozent der Follower bei bezahlten Posts auf den Like-Button gedrückt haben, sind es heute 2,4 Prozent. Damit performen bezahlte Beiträge mittlerweile besser als normale Posts. Die Autoren der Studie schieben das u.a. darauf, dass sich Influencer möglicherweise mehr Mühe geben, wenn sie wissen, dass sie für ein Post Geld verdienen. Oder aber der Algorithmus bevorzugt solche Partnerschaften.

Dass die Interaktionsraten insgesamt zurückgehen, ist kein gutes Zeichen für Marketer. Der Rückgang lässt sich mit der zurückgegangenen Qualität der Beiträge begründet. Und auch damit, dass die Nutzer mittlerweile zu vielen Accounts folgen und deshalb viele Beiträge nicht mehr wahrnehmen.

Kleine Accounts, höhere Interationsrate

Dennoch zeigt sich, dass die Interaktionsraten bei kleineren Accounts unter 10.000 Followern deutlich höher sind. Instagram-Nutzer mit 1000 bis 5000 Followern können etwa auf eine Interaktionsrate von 8,8 Prozent verweisen, zwischen 5000 und 10.000 liegt sie bei 6,3 Prozent. Die Autoren der Studie sehen bei den kleineren Accounts eine engere Beziehung zwischen Influencern und Followern. Ab 10.000 bleibt die Interaktionsrate mit 3,5 Prozent weitgehend konstant. Im Bereich “Reisen” ist sie am höchsten.

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Darüber hinaus hat das deutsche Publikum eine vergleichsweise hohe Qualität. Der “Audience Quality Benchmark” in Deutschland liegt laut der Studie bei über 67 Prozent – so hoch wie in keinem anderen Land. Das bedeutet, dass in keinem anderen Land die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass die Follower die Posts von Influencern sehen und mit ihnen interagieren. In Brasilien ist dieser Index am niedrigsten – weil Influencer dort etwa häufig Fake-Follower einkaufen, die keine Aktivität zeigen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage des Instagram-Chef Adam Mosseri kürzlich in der “FAZ”. Instagram teste derzeit, die Anzahl der Likes unter einem Bild zu verstecken, um den Konkurrenzgedanken von der Plattform zu holen. Das könnte erheblichen Einfluss auf die Interaktionen haben.

rt

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