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“Die Kunstwelt verliert einen ihrer großen Sammler”: Frieder Burda im Alter von 83 Jahren gestorben

Frieder Burda
Frieder Burda Foto: Uli Deck/dpa

Der Kunstsammler und Mäzen Frieder Burda ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Bruder von Hubert Burda fand seine Lebensaufgabe in der Kunst, über 1.000 moderner und zeitgenössischer Meisterwerke umfasst die Sammlung heute. Das Museum, sein Lebenswerk, wird nun von Tochter Patricia Kamp fortgeführt.

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Frieder Burda, der Bruder von Verleger Hubert Burda, ist am vorigen Sonntag im Alter von 83 Jahren in Baden-Baden im Kreise seiner Familie gestorben. Dies gab das Museum Frieder Burda bekannt. Er hinterlässt seine Ehefrau Elke und vier Kinder, darunter Tochter Patricia Kamp, die mit dem Museum Frieder Burda dessen Lebenswerk weiterführen wird, wie es in der Mitteilung von Hubert Burda Media heißt.

“Frieder und mich hat immer unsere tiefe Liebe zur Kunst verbunden. Mein Bruder hat ihr nach dem Tod unseres Vaters sein Leben gewidmet, und er hinterlässt der Welt mit über 1.000 frei zugänglichen Meisterwerken ein großartiges Vermächtnis”, so Hubert Burda. Das Museum betont in seiner Mitteilung: “Mit Frieder Burda verliert die Kunstwelt einen ihrer großen Sammler, der seine Liebe und Begeisterung für die Kunst immer mit möglichst vielen Menschen teilen wollte.”

Zunächst steht das Verlagswesen im Fokus

Erst vor kurzem war das Buch “Von Mougins nach Baden-Baden. Frieder Burda und die Kunst” erschienen. Darin hat die ARD-Journalistin Bernadette Schoog die Lebensgeschichte Frieder Burdas nachgezeichnet und unter anderem gezeigt, welche Rolle die Kunst in der Familie Burda schon ab den 1950er- und 60er-Jahren spielte.

Zunächst begann seine Karriere im Verlagswesen: Bis 1986 war der Sohn von Franz und Aenne Burda im Verlag verantwortlich für Finanzen, Verwaltung und Beteiligungen. Nach dem Tod seines Vaters erbte Frieder Burda gemeinsam mit seinem Bruder Franz ein umfangreiches Beteiligungspaket, während sein Bruder Hubert den gesamten Druck- und Verlagsbereich übernahm. Mit dieser „Realteilung“ waren die Geschäfte klar getrennt und Frieder Burda schaffte es, die Anteile an Axel Springer für seinen Bruder Franz und sich bis auf eine Sperrminorität zu erhöhen.

Sammlung von Richter über Macke bis Pollock

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Seine Lebensaufgabe fand Frieder Burda allerdings in der Kunst: Mit Anfang 30 kaufte er 1968 ein Bild des zeitgenössischen Malers Lucio Fontana für etwa 3.500 D-Mark und legte damit den Grundstein seiner Kunstsammlung. Seit Mitte der 1980er-Jahre sammelte er intensiv und systematisch die Werke von Gerhard Richter und Sigmar Polke. Zusätzlich widmete er sich dem deutschen Expressionismus mit Werken von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Wilhelm Lehmbruck und August Macke. Der amerikanische abstrakte Expressionismus mit Werken von Jackson Pollock, Willem Kooning und Mark Rothko bildeten einen weiteren Schwerpunkt sowie Werke des Österreichers Arnulf Rainer. Heute umfasst die Sammlung über 1000 Meisterwerke moderner und zeitgenössischer Kunst.

1998 dann wurde die “Stiftung Frieder Burda” gegründet: Bis zuletzt blieb der Namensgeber ihr einziger Stifter und finanzierte alles aus seinem Privatvermögen. 2002/03 entschied sich die Stiftung zum Neubau “Sammlung Frieder Burda” in Baden-Baden und beauftragte den New Yorker Stararchitekten Richard Alan Meier, der das zunächst umstrittene Projekt umsetzte. Im Oktober 2004 konnte das Museum in der Baden-Badener Lichtentaler Allee eröffnet werden. Das Erbe wurde Patricia Kamp von Frieder Burda schon vor Jahren in die Hände gelegt.

tb

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Alle Kommentare

  1. Der Autor schreibt:
    “Der amerikanische abstrakte Expressionismus mit Werken von Jackson Pollock, Arnulf Rainer, Willem Kooning und Mark Rothko bildeten einen weiteren Schwerpunkt”.
    Arnulf Rainer ist Österreicher und daher kein “amerikanischer abstrakter Expessionist”.

  2. … verliert einen ihrer…”.

    Man hätte gegenlesen müssen. Oder beim titelgebenden Zitat korrigieren.

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