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YouTubes Update für mögliche Copyright-Verstöße lässt YouTuber jubeln

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Stell Dir vor, YouTube ändert etwas an seiner Plattform – und ausnahmsweise sind die YouTuber zufrieden: So geschehen am Mittwoch. Die Video-Plattform hat den Umgang mit Copyright-Verletzungen für YouTuber vereinfacht. Urheber müssen künftig allerdings konkreter werden.

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Damit hält YouTube-Chefin Susan Wojcicki ihr Versprechen aus dem April, dass es für YouTuber künftig einfacher werden soll, mögliche Copyright-Verstöße zu erkennen und sie in ihren Videos zu beheben. Das nun ausgerollte Update besteht aus zwei Teilen:

Zum einen müssen Urheberrechtsinhaber einen Zeitstempel für genau den Teil ihres Videos angeben, den sie beanspruchen. Der YouTuber wiederum bekommt diesen Zeitstempel in sein Creator Studio in Form einer Visualisierung im Video gepusht. Der Eintrag enthält zudem mehr Informationen über den beanspruchten Inhalt.

YouTube kündigte an, die Genauigkeit dieser Zeitstempel zu bewerten. Rechte-Inhaber, die wiederholt keine genauen Daten angeben, wird der Zugriff auf die manuelle Reklamation widerrufen.

Zum anderen können YouTuber neue Bearbeitungstools nutzen. Wenn man sich dafür entscheidet, über diese Tools die beanspruchten Inhalte zu entfernen, wird der Anspruch nun automatisch freigegeben. Das Ganze funktioniert, ohne dass das Ursprungsvideo nochmal bearbeitet und hochgeladen werden muss. Diese Optionen gibt es:

  • Stummschaltung aller Töne, wenn ein beanspruchtes Lied abgespielt wird: YouTuber können das vom Urheber beanspruchte Musikstück in einem Segment des Videos stummschalten.
  • Song ersetzen: Wer den Ton nicht vollständig stummschalten möchten, kann die Musik stattdessen mit einem frei verfügbaren Songs aus der YouTube-Audiobibliothek austauschen.
  • Inhalte heraustrimmen: YouTuber haben auch die Möglichkeit, das zeitgestempelte Segment aus einem Video mit der Trimmen-Funktion im YouTube-Editor auszuschneiden.

Abgesehen davon besteht für YouTuber natürlich weiterhin die Möglichkeit des Widerspruchs. YouTube kündigt außerdem an, dass künftig auch das Trimmen der beanspruchten Inhalte mittels eines Klicks funktionieren soll.

Damit reagiert das Unternehmen auf die Kritik vieler YouTuber, denen oft Anhaltspunkte fehlten, welche Inhalte aus ihren Videos angeblich Copyright-Verletzungen bedeuten. Kommen sie den Ansprüchen nicht nach, droht oft nicht nur eine Sperre für das Video, sondern mitunter der dauerhafte Ausschluss von möglichen Werbeeinnahmen.

Auf das jüngste Update haben deswegen etliche Top-YouTuber positiv reagiert. Philip DeFranco, verantwortlich für seinen Kanal “The Philip DeFranco Show” mit sechs Millionen Abonnenten auf YouTube, twitterte: “Oh woah! Eine wirklich gute Veränderung, wenn sie wie erklärt funktioniert.”

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Die britische YouTuber Daniel Robert Middleton (DanTDM) mit 21 Millionen YouTube-Abonnenten tweetete: “Das ist ein großer Fortschritt, gute Arbeit!”

Jimmy Donaldson aka “Mr. Beast” mit 21,5 Millionen YouTube-Abonnenten twitterte: “Danke! Es ist scheiße, wie viel Geld wir bis zu diesem Punkt verloren haben, aber ich bin froh, dass du endlich die größten Probleme behoben hast! Ich liebe dich”

 

Wohlgemerkt: Die Neuerungen beziehen sich nur auf Copyright-Verstöße, die Urheber selbständig melden. Es handelt sich dabei um eine Möglichkeit des ansonsten automatisiert ablaufenden Abgleichverfahrens Content ID, manuell einzuwirken. Content ID hatte in der Vergangenheit immer wieder zu Fehlalarmen geführt und galt Kritikern der EU-Urheberrechtsreform als Negativ-Beispiel für Upload-Filter.

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