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Der Netflix-Effekt? Klassische Pay-TV-Anbieter Sky und Canal+ streichen Stellen

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Offenbar macht die zunehmende Konkurrenz durch aggressiv auftretende Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazons Prime Video klassischen Pay-TV-Anbietern zu schaffen. Laut Medienberichten stehen sowohl Sky in Deutschland als auc Canal+ in Frankreich vor Sparrunden, bei denen auch Stellen gestrichen werden.

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So berichtet DWDL.de von einer internen Mail des Sky-Deutschland-Chefs Carsten Schmidt, in der er einen fortgesetzten Stellenabbau ankündigt. Offiziell bestätigt war bisher ein Abbau im niedrigen zweistelligen Bereich bei derzeit noch rund 2.000 Beschäftigten am Standort Unterföhring bei München. Das ist aber laut der Mail Schmidt noch nicht das Ende der Kürzungs-Maßnahmen. Auch Führungspositionen waren schon von dem Umbau bei Sky betroffen. Roman Steuer, Executive Vice President Sports, und Ralph Fürther, Senior Vice President Communications, haben das Unternehmen Ende Juni verlassen (MEEDIA berichtete).

Neben den Umstrukturierungen versucht Sky sich mit einer Offensive an Eigenproduktionen gegen die Konkurrenz der Online-Streamingdiesnte zu stemmen. Dazu gehören deutsche Vorzeige-Produktionen wie das gemeinsam mit der ARD finanzierte “Babylon Berlin” oder die Neuverfilmung von “Das Boot”. Zuletzt sorgte auch die Ko-Produktion von Sky und HBO, “Chernobyl”, für viel Aufmerksamkeit und gute Kritiken. Im Vergleich zu dem Neuheiten-Feuerwerk, das die us-amerikanischen Anbieter abbrennen, wirken die Bemühungen von Sky aber nach wie vor eher bescheiden.

Zu kämpfen hat auch der klassische Pay-TV-Anbieter Canal+ in Frankreich. Laut einem Bericht von “Le Jours” stehen dort zwischen 500 und 800 Stellen zur Disposition. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 2.800 Mitarbeiter. Auch soll Canal+ bis Ende März in Frankreich fast 230.000 Abonnenten verloren haben. Bei den Franzosen kommt hinzu, dass Canal+ bei der Vergabe der wichtigen Fußball-Live-Rechte für die Spielzeiten von 2020/21 bis 2023/24 leer ausging.

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Wie in Deutschland investiert Netflix auch auf dem französischen Markt zunehmend in lokale Inhalte, die teilweise auch in Koproduktion mit französischen TV-Sendern entstehen. Für den deutschen Markt hat Netflix gerade die Fortsetzung der Serie “How to Sell Drugs Online (Fast)” bekanntgegeben.

swi

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