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Weiterer Abgang bei der “Mopo”: Sportchef Linnenbrügger verlässt die Hamburger Boulevardzeitung

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Der personelle Aderlass bei der "Hamburger Morgenpost" geht weiter: Nach Vize-Chefredakteur Maik Koltermann verlässt jetzt auch der Sportchef Matthias Linnenbrügger die Boulevardzeitung. Der Journalist war seit 2016 Geschäftsführender Redakteur. Wohin es ihn zieht, ist nicht bekannt.

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Unsichere Zeiten bei der zu DuMont Mediengruppe gehörenden “Hamburger Morgenpost”: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die DuMont-Gesellschafter den möglichen Verkauf oder Teilverkauf aller Regionalzeitungen des Kölner Verlagshauses auf den September verschoben haben (MEEDIA berichtete). Das teilte der DuMont-CEO Christoph Bauer den Mitarbeitern in einer internen Mail mit. So sei die Neuausrichtung des Hauptgeschäfts ein “anspruchsvoller, komplexer Prozess”, hieß es. Daher prüfe das Unternehmen verschiedene Optionen. Sie reichen vom “Behalten des gesamten Portfolios, über Verkaufsszenarien bis zu Kooperationen, Fusionen oder anderen Formen der Zusammenarbeit mit Dritten”. Doch bis Ende des Jahres soll der gesamte Prozess abgeschlossen sein.

Damit ist auch die Zukunft der traditionsreichen “Hamburger Morgenpost” weiterhin ungewiss. In dieser unruhigen Situation verlässt eine weitere Führungskraft die norddeutsche Boulevardzeitung. Nach Vize-Chefredakteur Maik Koltermann kehrt Matthias Linnenbrügger dem Verlagshaus den Rücken. Dies bestätigt eine DuMont-Sprecherin gegenüber MEEDIA. Linnenbrügger ist langjähriger Sportchef der “Hamburger Morgenpost”. Zusätzlich wurde er 2016 zum Geschäftsführenden Redakteur ernannt. In dieser Funktion diente er als Schnittstelle zwischen der Redaktion und der Vermarktung für das Content-Marketing-Angebot der Boulevardzeitung. Linnebrügger schaut auf eine bewegte berufliche Vergangenheit zurück. So war er zeitweise Redakteur für “Die Welt” und “Welt am Sonntag” im Sportressort der Hamburg-Redaktion. Von dort wechselte er 2012 zur “Mopo” zunächst als stellvertretender Ressortleiter Sport. Ein Jahr später wurde er hier zum Ressortleiter befördert.

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Die Hamburger Morgenpost kämpft – wie auch andere Titel – seit Jahren gegen einen schleichenden Auflagenschwund, der sich auch in diesem Jahr fortsetzte. Verkaufte die “Mopo” im 1.Quartal 2018 noch mehr als 59.500 Stück, waren es im 1. Quartal dieses Jahr nur noch 52.180 Exemplare. Chefredakteur Frank Niggemeier schob deshalb verschiedene Maßnahmen an, um die Kosten in den Griff zu bekommen. So verabschiedet er sich von der gedruckten Nachtausgabe und stellte die Termin-Beilage “Plan 7” in gedruckter Form ein. Um für die Leser wieder attraktiver zu werden, hat er für die gedruckte Ausgabe ein festes Print-Team aufgebaut. Es soll explizit gut geklickte Geschichten aus dem Netz suchen, um sie für die Printausgabe aufzubereiten. Mit dieser Strategie will der Verlag stärker auf die Leserinteressen eingehen.

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