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Nach üppigen VG-Wort-Auszahlungen: Das müssen KSK-Versicherte beachten

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Dass Journalisten gut beraten sind, die Auszahlung der VG Wort aus der einmaligen Ausschüttung für die vergangenen Jahre nicht auf einmal auszugeben, darüber haben wir vergangene Woche ausführlich berichtet. Eine Frage blieb offen: Wie ist mit der unerwarteten Summe mit Blick auf die KSK zu verfahren? Wir haben nachgehakt.

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Während die Versteuerung der laut VG Wort einmaligen Ausschüttung anders ablaufen wird bzw. könnte als die Versteuerung der regulären Tantiemen der VG Wort, gestaltet sich die Aufgabe für KSK-Versicherte etwas einfacher.

Bei der Künstlersozialkasse (KSK) hieß es auf Nachfrage, dass in jedem Fall eine Änderungsverteilung des voraussichtlichen Arbeitseinkommens für das laufende Jahr vorzunehmen ist – vorausgesetzt, man hat eine beträchtliche Summe von der VG Wort erhalten.

Einkommensänderungen müssen mitgeteilt werden

Dabei ist nach demselben Modus zu verfahren, als hätte sich das Jahreseinkommen aufgrund eines unerwarteten Auftrages bzw. sonstiger Einkünfte noch obenhin angepasst. Das entsprechende Formular lässt sich auf den Seiten der KSK herunterladen.

Wichtig: Teilen Sie das voraussichtliche Jahreseinkommen mit, auf dessen Basis die KSK die zu entrichtenden Beiträge berechnet. Damit gemeint sind Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben vor Steuern. VG-Wort-Tantiemen zählen als sogenannte urheberrechtliche Vergütungen zu den Betriebseinnahmen.

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Wer das nicht macht, riskiert bei einer Prüfung durch die KSK nicht nur ein saftiges Bußgeld. Zudem sind die Beiträge nachzuzahlen. Ferner riskiert man, dass die KSK in Folge die Beiträge schätzt. Im Nachhinein darauf zu pochen, dass zum einen nicht mit dieser Auszahlung zu rechnen war und es sich zum anderen um einen einmaligen Vorfall handelt, dürfte nur wenig Erfolg haben.

Wer nicht mitteilt, riskiert nicht nur Bußgelder

Denn zum einen stammt das BGH-Urteil aus 2016, insofern war mit einer gesteigerten Ausschüttung zu rechnen. Zum anderen schützt die “Einmaligkeit” nicht davor, dass sich im besagten Jahr das Einkommen erhöht hat. Zudem wird seitens der VG Wort im Ausschüttungsbrief konkret formuliert, wie hoch die Tantiemen ausfallen und wie sie sich zusammensetzen. Somit ist jedes VG-Wort-Mitglied darüber informiert, dass und in welcher Höhe das Einkommen in 2019 steigt.

Insofern gilt: Mit Eingang des Ausschüttungsbriefes sollten Sie ihr verändertes Einkommen der KSK mitteilen. Gleichwohl haben Sie die Möglichkeit, durch eine solche Mitteilung am Ende des Jahres das voraussichtliche Einkommen für das kommende Jahr nach unten zu korrigieren – und somit zu vermeiden, dass durch die Einmalzahlung der VG Wort die KSK-Beiträge dauerhaft ansteigen.

Bei etwaigen Nachfragen gilt es dann, die Einmaligkeit der Ausschüttung belegen zu können. Haben Sie deswegen zum einen den eigenen Ausschüttungsbrief (im TOM-Portal unter “Dokumente” abrufbar) sowie die Mitteilung der VG Wort zur Hauptausschüttung griffbereit.

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