Anzeige

Readly steigert seinen Umsatz um 54%, macht aber wegen einer „ambitionierten Wachstumsstrategie“ weiter Verlust

Die Readly-App © Readly

Die digitale Magazin- und Zeitungs-Plattform Readly, die ihren Kunden per Flatrate ermöglicht, tausende internationale Print-Titel zu lesen, hat ihren Umsatz im Jahr 2018 um 54% auf 19 Mio. Euro gesteigert. Geld verdient Readly aber weiterhin nicht, das Unternehmen spricht von einem „geplanten Verlust“ von 10 Mio. Euro.

Anzeige

2017 setzte Readly, nach eigenen Angaben „Marktführer für Abonnements digitaler Zeitschriften“ noch 12 Mio. Euro um, ein Jahr später waren es also 19 Mio. Euro. Angesichts der „ambitionierten Wachstumsstrategie“ habe man dabei einen „geplanten Verlust“ von 10 Mio. Euro verzeichnet.

Readly expandierte 2018 in die Schweiz und die Niederlande, die Zahl der Titel, die Readly-Abonnenten lesen können, wuchs um 830 auf mehr als 4.000 internationale Magazine. Für Deutschland spricht Readly von 8,8 Millionen „bezahlt gelesenen Magazinausgaben“. Verlage verdienen pro Leser alter oder neuer Ausgaben ihrer Titel mit.

Maria Hedengren, CEO von Readly: „Wir haben erheblich in den Aufbau unserer Kundenbasis und unsere globale Expansion investiert. Unser Fokus liegt darauf, in Europa weiter zu wachsen, indem wir die Zahl der Abonnenten kontinuierlich erhöhen und unsere Plattform um inspirierende, ansprechende und unterhaltsame Inhalte erweitern sowie den Markt über das digitale Lesen informieren“.

2019 startete Readly auch in Italien, war dort zu Beginn mit 70 Titeln von Verlagen wie Hearst, Mondadori und Sprea Editori vertreten. In Deutschland sind seit März zudem erstmals auch Zeitungen bei Readly abrufbar: Bild, Welt & Co. aus dem Hause Springer. Vor zwei Wochen schloss das Unternehmen eine Investitionsrunde über 15 Mio. Euro ab – angeführt von AP3 (Third Swedish National Pension Fund), Zouk Capital und der Swedbank Robur. An der Finanzierung waren weitere neue und bestehende Investoren beteiligt.

Anzeige