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“Die Geschichte ist absurd”: Tim Cook beklagt sich über “Wall Street Journal”-Bericht zum Abgang von Jony Ive

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook © Apple

Apple-Boss Tim Cook hat einem Bericht des "Wall Street Journal" über Spannungen zwischen Ex-Chefdesigner Jony Ive und ihm widersprochen. Die Zeitung hatte ein Hintergrundstück zum Abgang von Ive gebracht und berichtet, dass der 52-Jährige zunehmend frustriert gewesen sei, unter anderem weil Cook wenig Interesse an der Produktentwicklung gezeigt habe.

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“Die Geschichte ist absurd”, schrieb Tim Cook einem Journalisten von NBC einen Tag nach Erscheinen eines Artikels. Der Apple-CEO äußerte sich in einer Mail nun zu einem Hintergrundbericht des “Wall Street Journal” (“WSJ”), der sich mit der Trennung von Chefdesigner Jony Ive und seiner schrittweisen Entfremdung vom Tech-Konzern tiefer beschäftigt (MEEDIA berichtete).

Der Reporter des “WSJ” hat über ein Jahr an dem Artikel recherchiert und dafür mit ehemaligen Arbeitskollegen von Ive gesprochen sowie mit Verantwortlichen aus der Führungsebene. Gezeichnet wird das Bild eines Mannes, der sich im Laufe der Jahrzehnte unter anderem aufgrund von Verschiebungen in der Führungsebene immer mehr von Apple entfernte. Der 52-Jährige leitete bereits seit 1996 das Design-Team und hatte laut “WSJ”-Bericht ein sehr gutes Verhältnis mit Apple-Mitgründer Steve Jobs, sei aber zuletzt immer unzufriedener geworden, weil das Unternehmen angeführt durch CEO Cook immer operativer geführt wurde.

Ein Beispiel für Ives Frustration: Cook sei selten im Designbereich zu sehen gewesen und habe überhaupt wenig Interesse an der Produktentwicklung gezeigt. Illustriert werden die Entwicklungen der vergangenen Jahre mit Einblicken in unterschiedliche Treffen und Entscheidungen auf der Führungsebene. Insgesamt liest sich der Artikel für das ganze Unternehmen und ebenso für CEO Cook wenig schmeichelhaft

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Gegenüber dem NBC-Journalist hat Cook nun in einer seltenen Handlung Stellung zum Artikel bezogen. Vieles am dem Bericht stimme nicht mit der Realität überein, die Schlussfolgerungen ganz sicher nicht, so Cook. “Auf einem grundlegenden Level zeigt der Artikel ein fehlendes Verständnis über die Arbeitsweise des Design-Teams und von Apple im Allgemeinen”, schrieb der Apple-CEO. Der Bericht verdrehe Beziehungen, Entscheidungen und Events, so Cooks Vorwurf, der allerdings keine Details für seine Kritik anführt. Sehr wohl betonte er in der Mail aber das “phänomenale” Talent der Designer, in das er vollstes Vertrauen habe. “Wir kennen die Wahrheit und wissen wozu sie fähig sind”, sagte Cook.

Die kreative Genialität von Jony Ive geht Apple allerdings gar nicht verloren: Die Zusammenarbeit der beiden setzt sich fort. Nur wird Ive Chef seines eigenes Unternehmens und Apple fortan der größte Kunde sein, wie es vorige Woche in einer Mitteilung hieß. Dabei gehe es um einen nicht näher genannten Millionenbetrag, den das US-Unternehmen an Ive zahlt, damit er weiter mit ihnen zusammenarbeitet.

tb

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