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“Noch ist nichts entschieden”: DuMont verschiebt Entscheidung über Verkauf der Regionaltitel auf September

DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer will das Medienhaus neu ausrichten und sich vom Zeitungs-Portfolio trennen
DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer will das Medienhaus neu ausrichten und sich vom Zeitungs-Portfolio trennen

Der Verkauf der Zeitungssparte des Kölner Medienhauses DuMont zieht sich länger hin, als geplant. In einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter bitten die Verleger persönlich um Zeit, berichtet das "Handelsblatt". Im September werde es "ein nächstes Update geben“.

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Das Kölner Medienhaus will sich noch in diesem Jahr von seiner Zeitungssparte trennen und sucht dafür Käufer. Bislang war man davon ausgegangen, im Sommer eine Entscheidung zu verkünden. Die Gespräche dauern jedoch länger, als geplant.

Erstmals haben sich die Verleger Isabella Neven DuMont und Christian DuMont Schütte an diesem Montagmorgen persönlich an die Mitarbeiter von DuMont gewandt. In einer Videobotschaft bitten sie um mehr Zeit und Vertrauen: “Noch ist nichts entschieden”, zitiert das “Handelsblatt” aus der Mitteilung. CEO Christoph Bauer teilte in einer Mail mit, dass es im September “ein nächstes Update geben” werde. Der Verkauf sei ein anspruchsvoller Prozess, bei dem alle Optionen – vom “Behalten des gesamten Portfolios, über Verkaufsszenarien bis zu Kooperationen, Fusionen oder anderen Formen der Zusammenarbeit mit Dritten” – geprüft werden. Bis Ende des Jahres soll der Verkauf des Kerngeschäfts jedoch abgeschlossen sein.

Bauer hat Interesse

Zu DuMont gehören Regionaltitel wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” oder die “Berliner Zeitung” wie auch die Boulevardzeitungen “Hamburger Morgenpost”, “Express” und “Kurier”. DuMont-Chef Christoph Bauer prüft seit Wochen, wie er die Zeitungstitel loswerden kann. Die Essener Funke-Gruppe hat bereits offiziell abgesagt. Auch die Madsack-Gruppe und der Münchener Verleger Dirk Ippen sollen nicht mehr dabei sein. Laut dem “Handelsblatt” hat die Bauer Media Group Interesse an der “Mitteldeutschen Zeitung” in Halle signalisiert. Sie passt zu Magdeburger “Volksstimme”.

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Zuletzt haben Mitarbeiter von DuMont gegen die Verkaufspläne demonstriert. Mitarbeiter des “Kölner Stadt-Anzeigers” und “Kölner Express” rügen u.a. die unzureichende Informationspolitik des Managements. Auch bei der Hamburger “Mopo” regte sich Widerstand.

rt

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