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Reportageschule Reutlingen: Ex-Porsche-Sprecher Anton Hunger gibt Kuratoriumsvorsitz ab, Cordt Schnibben wird Mitglied

Anton Hunger
Anton Hunger Foto: Porsche

Nach der Trennung der VHS Reutlingen von der Reportergemeinschaft Zeitenspiegel gibt es personelle Änderungen im Umfeld der Reportageschule. Ex-Porsche-Kommunikationschef Anton Hunger tritt als Kuratoriumsvorsitzender zurück. Zudem wird das Gremium um einen alten Bekannten erweitert: Der ehemalige "Spiegel"-Reporter Cordt Schnibben wird Mitglied des Beraterteams.

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Nach 14 Jahren gemeinsamer Arbeit hatte sich am vergangenen Freitag die VHS Reutlingen von der Agentur Zeitenspiegel getrennt, die seit der Gründung der Schule für den journalistischen Lehrbetrieb verantwortlich war. Die Gründe sind bis heute nicht ganz geklärt. In einer Mail an die Absolventen sprach Schulleiter Philipp Maußhardt davon, dass sich das Verhältnis schleichend verschlechtert habe. Er nannte zudem Gründe, die zu seinem Austritt aus der Agentur zum Jahresende führten. Dazu gehört die Umbenennung der Schule (Streichung des Namenszusatz Günter Dahl), aber auch finanzielle Fragen.

Die VHS Reutlingen will die Schule nun strukturell und inhaltlich neu ausrichten und braucht dazu neues Personal. Im Zuge der Trennung hat Ex-Porsche-Kommunikationschef Anton Hunger seinen Rücktritt als Vorsitzender des Kuratoriums eingereicht, wie MEEDIA erfuhr. “Ich bin zerknirscht”, schreibt Hunger in einer Erklärung. “Bei mir ist durch die Trennung etwas zerbrochen, an dem ich von Anfang an mit hohem Einsatz und viel Idealismus mitgewirkt habe.” Seit er von der Trennung erfahren habe, quäle ihn der Gedanke, worin die Gründe dafür gelegen haben könnten, schreibt Hunger weiter. “Eine Sachlogik hat sich mir nicht erschlossen.”

Nachfolge noch offen, Schnibben wird Mitglied

Das Kuratorium berät die Schule bei wirtschaftlichen und konzeptionellen Fragen. Es besteht aus elf Unternehmern, Wissenschaftlern und Journalisten. Hunger selbst war von 1992 an 17 Jahre Kommunikationschef bei Porsche in Stuttgart. Zudem ist er Mitgesellschafter beim Wirtschaftsmagazin “brand eins”. VHS-Geschäftsführer Ulrich Bausch gegenüber MEEDIA dazu: “Ich bedauere, dass er die geplante Neuausrichtung unserer Schule nicht mitgehen wird.” Eine Nachfolge werde in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Ideen dafür habe man bereits, so Bausch.

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Zudem wird in Zukunft Ex-“Spiegel”-Reporter Cordt Schnibben das Kuratorium verstärken, erzählt Bausch. Schnibben gründete 2007 gemeinsam mit den Journalisten Stephan Lebert und Ariel Hauptmeier das Reporter-Forum. Hauptmeier ist seit kurzem neben Philipp Maußhardt auch der zweite Leiter der Schule.

Darüber hinaus wurde kurz nach der Trennung ein neues Trio geholt, das die Schule konzeptionell beraten wird. Es besteht aus Heike Faller, Wolfgang Bauer (beide “Die Zeit”) und Michael Obert (Reporter-Akademie Berlin).

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