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OS Data Solutions: Wie Otto und Ströer mit ihrem Daten-Joint-Venture den Werbemarkt erobern wollen

Tobias Emmer ist einer von zwei Chefs der OS data Solutions
Tobias Emmer ist einer von zwei Chefs der OS data Solutions © Otto Group Media

Der Werbevermarkter Ströer und der Handelsriese Otto Group Media vertiefen ihre zweijährige Partnerschaft und gehen nun mit einem Joint-Venture an den Start: OS Data Solutions soll das hiesige Daten- und Targeting-Business aufmischen. Im Interview mit dem Branchenblatt "Horizont" erzählt Tobias Emmer, der erste Chef von OS Data Solutions, wie das gehen soll.

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Vor gut zwei Jahren haben Ströer und Otto Group Media ihre Datengeschäfte zusammengelegt. Durch die Bündelung sollten Werbetreibende in die Lage versetzt werden, Kunden ohne Streuverluste anzusprechen. Nun hebt der Vermarkter und der Handelsriese die Partnerschaft auf die nächste Ebene. Sie gründen das Joint Venture OS Data Solutions. Der Dienstleister soll auch eigenständig am Markt agieren können und besteht sowohl in der Mitarbeiter-Riege als auch in der Chefetage je zur Hälfte aus Beschäftigten von Ströer und der Otto Group.

Im ersten Rumpf-Geschäftsjahr wolle OS Data Solutions Vermarktungsumsätze im achtstelligen Bereich erzielen, erzählt Tobias Emmer, der erste Chef des Joint-Ventures, bei “Horizont“. Mit Ralf Kiene wird dem Ströer-Mann im dritten Quartal ein zweiter Chef zur Seite gestellt, der früher das Datengeschäft der Otto Group Media aufgebaut hat und gerade bei Payback arbeitet. Dank einjähriger Vorbereitungszeit kann das Joint Venture allerdings schon ohne ihn starten.

Die Voraussetzungen, das Ziel zu erreichen, sind gut: Auf Produktebene generieren Otto und Ströer seit zwei Jahren einen siebenstelligen Umsatz. Außerdem sehnen sich Kunden laut Emmer nach Alternativen zu Amazon. “Wir haben ein transparentes Daten-Angebot, das vor allem die Agenturen in ihre Ökosysteme einbauen können”, so Emmer. Die Rede ist von 32 Millionen CRM-Daten – das ist laut Emmer mehr, als Facebook Deutschland zu bieten hat. Außerdem wolle das Joint Venture in Sachen Datenschutz neue Standards setzen.

Neue Partnerschaften willkommen
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Bei den zwei Playern muss es zudem langfristig nicht bleiben. “Wir verstehen uns aber ganz explizit als offener Daten-Pool”, sagt Emmer im Interview. “Natürlich denken wir sehr konkret darüber nach, wie wir unser Angebot mithilfe neuer Partner weiter verbessern und neue Segmente erschliessen können.” Vermarkter seien willkommen. Der Druck, Erfolge abzuliefern, sei auch bei ihm persönlich zu spüren. Einen Grund, sich vor Amazon zu verstecken, sehe Emmer aber nicht.

(rt)

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