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Knapp ein Jahr nach Marktstart der Login-Allianz: Interesse von Publishern am grünen NetID-Button wächst

Rasmus Giese, CEO von United Internet Media
Rasmus Giese, CEO von United Internet Media

Die unter anderem von namhaften Medienunternehmen getragene NetID nimmt langsam Fahrt auf. Mittlerweile setzen mehr als 70 digitale Angebote den grünen Button des Login-Dienstes ein. United Internet Media-CEO Rasmus Giese rechnet damit, dass NetID in der zweiten Jahreshälfte Zuwachs erhält.

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Sie will eine europäische Alternative zu den US-Techriesen Google & Facebook & Co sein: die European Net-ID-Foundation. Im März vergangenen Jahres gründeten United Internet mit den Marken Web.de und GMX sowie die Mediengruppe RTL Deutschland und der TV-Konzern ProSiebenSat.1 die Login-In-Allianz. Im November folgte dann mit 60 Partnern der Marktstart. Dazu zählen unter anderem namhafte Medienhäuser wie “Süddeutsche Zeitung”, die Spiegel-Gruppe, Gruner + Jahr, Scout24, die E-Commerce-Anbieter Zalando, Otto Group, C&A, Conrad Elektronik und Douglas sowie der Paketdienstleister DPD.

Cookies verlieren an Bedeutung

Das Interesse der Digitalwirtschaft am grünen Button der NetID nimmt offenbar weiter zu. “Jetzt verfügen mehr als 70 Seiten über den Login-Button der Net-ID und man kann sagen, dass die Nachfrage von Publishern, Agenturen und Werbetreibenden nach dem NetID-Angebot unverändert hoch ist”, sagt Rasmus Giese, CEO des GMX- und Web.de-Vermarkters United Internet Media. Der Manager geht davon aus, dass in den nächsten Monaten weitere Unternehmen Partner der NetID werden: “Es führt kein Weg daran vorbei, auf Login-basierte Konzepte umzustellen.“

Als Grund hierfür nennt er, dass Cookies – unter anderem durch wachsendes AdBlocker-Aufkommmen – weiter ihre zentrale Rolle verlieren. Diese Entwicklung werde sich “im 2. Halbjahr noch verstärken”, meint Giese. Die Net-ID ermöglicht es Internet-Nutzern, verschiedene Online-Dienste zu nutzen, ohne sich Dutzende Passworte merken zu müssen.

Fachbeiräte gegründet
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Zudem hat sich die Login-Allianz mittlerweile breiter aufgestellt: Sie hat Fachbeiräte gegründet, um die NetID-Standards weiter zu entwickeln. “Mediengruppe RTL Deutschland, Otto Group, Bank-Verlag und Süddeutsche Zeitung Digitale Medien stellen Vorsitzende für die Segmente Datenschutz, E-Commerce, Financial Services und Publishing/Vermarktung”, so Giese. Die NetID ist einer von zwei großen Anbietern in diesem Marktsegment. Konkurrent ist das zu Axel Springer und Deutsche Bank gehörende Unternehmen Verimi. Diese Login-In-Allianz legt aber mit ihrem Service-Angebot einen anderen Schwerpunkt. Die Plattform prüft die Identität von Online-Nutzern und holt vor allem deren Zustimmung zur Verarbeitung ihrer Daten ein.

Weniger als erwartet hat die Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die Werbewirtschaft beeinflusst. “Die wirtschaftlichen Auswirkungen der DSGVO am Werbemarkt waren überschaubar”, so Giese. So habe es in den Monaten Mai bis Juni vergangenen Jahres eine „kleine Schwächeperiode“ gegeben. Geblieben seien aber “unklare Regelungen und uneinheitliche Umsetzungen, die vor allem das Nutzererlebnis und die Usability beeinträchtigten”, meint der Vermarktungschef.

Optimistisch zeigt sich Giese in Bezug auf Branchenwachstum bei digitaler Werbung. So soll der Online-Markt in diesem Jahr um 6 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro zulegen. Im vergangenen Jahr fiel das Plus mit 7 Prozent etwas höher aus. “Natürlich werden die US-Player wachsen. Aber auch die deutschen Unternehmen verzeichnen steigenden Umsatz”, beschreibt Giese die gegenwärtige Marktentwicklung. Hierbei stützt er sich auf Prognosen des Online-Vermarkterkreises OVK.

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