LinkedIn ändert seinen Algorithmus: Das müssen Publisher jetzt wissen

Die Netzwerkplattform LinkedIn hat ihren Algorithmus angepasst. Ähnlich wie Facebook setzt das Portal fortan weniger auf virale Inhalte und will mehr „meaningful“ Content ins Umfeld der Menschen bringen, heißt es. Den Nutzern gibt das Netzwerk nun Posting-Tipps.

von Redaktion

Vor allem Journalisten, Marketer und Manager will das Netzwerk dazu motivieren, mehr Inhalte zu teilen. In den vergangenen Monaten hat LinkedIn seinen Algorithmus angepasst und verrät nun, welche Beiträge besonders gut laufen.

Entgegen vieler Vermutungen spielt die Art des Beitrages zunächst keine Rolle. Der Algorithmus bevorzugt laut LinkedIn weder Bilder noch Videos. Stattdessen geht es vor allem um Interaktion. Je mehr Nutzer bereit sind, mit einem Beitrag zu interagieren, desto höher wird dieser im Feed gelistet.

Nischenthemen kommen besser an

Postet ein User beispielsweise einen Link, empfiehlt LinkedIn, dazu eine Meinung zu äußern. Das führt dazu, dass andere User in die Diskussion einsteigen. Darüber hinaus kann es sich lohnen, andere Nutzer über Erwähnungen (mithilfe des “@”-Zeichens) in eine Konversation zu holen. Maximal sollte man jedoch nur fünf Leute erwähnen. Wer auf Kommentare unter seinem Post antwortet, steigert die Interaktionen zusätzlich.

Gute Nachricht für Experten: Der Algorithmus bevorzugt Nischenthemen. Statt etwa allgemein den Hashtag “#management” zu setzen, sollten Nutzer ihren Text genauer beschrieben, etwa mit “#performancemanagement”. Zugleich empfiehlt LinkedIn, nicht mehr als drei Hashtags zu verwenden. Die Länge eines Textes in dem Post spielt hingegen keine Rolle.

Menschen aus direktem Umfeld wichtiger als Marken

Für Medienseiten, die auf LinkedIn publizieren, sind die Änderungen des Algorithmus zunächst keine gute Nachricht: Ähnlich wie bei Facebook verlieren sie vermutlich Reichweite. Umso mehr empfiehlt es sich, als Journalist auf LinkedIn mit einem eigenen Account unterwegs zu sein. Menschen im direkten Umfeld bevorzugt die Plattform gegenüber Marken und Seiten. Dabei achtet der Algorithmus unter anderem darauf, wie stark der Nutzer bereits mit dem Absender des Posts interagiert hat und ob die Interessen übereinstimmen.

(rt)

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