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Börsenrückzug bei Axel Springer nur auf Zeit? Döpfner schließt spätere Rückkehr aufs Parkett nicht aus

Beim Townhall-Talk_ Springer-Finanzvorstand Julian Deutz, KKR-Europachef Johannes Huth, CEO Mathias Döpfner (v.l.)
Beim Townhall-Talk_ Springer-Finanzvorstand Julian Deutz, KKR-Europachef Johannes Huth, CEO Mathias Döpfner (v.l.)

Noch ist dem US-Finanzinvestor KKR der Einstieg bei Axel Springer nicht geglückt. Sollte er gelingen, soll das Medienunternehmen von der Börse genommen werden – aber womöglich nur auf Zeit. Mittelfristig könnten die Berliner wieder den Gang aufs Parkett wagen, um dem US-Investor einen Ausstieg zu ermöglichen. Das zumindest schloss Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner vor der Belegschaft nicht aus.

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Sie sind ein fester Bestandteil der interneren Kommunikation: Townhall Talks bei Axel Springer. Mehrfach im Jahr steht der Vorstand des Berliner Medienhauses weltweit der Belegschaft zu aktuellen Entwicklungen Rede und Antwort. Diese Woche war das Interesse der Mitarbeiter besonders groß. Denn Döpfner hatte einen besonderen Gast eingeladen: Johannes Huth, Europachef des US-Finanzinvestors KKR. Der will bekanntlich bei dem Berliner Medienunternehmen einsteigen und sammelt derzeit die Aktien bei den außenstehenden Anteilseignern ein. Dafür bietet KKR rund 63 Euro je Aktie.

Gelingt KKR der Megadeal, will der Investor aus New York das Berliner Medienunternehmen von der Börse nehmen. Dies muss aber kein endgültiger Abschied von Axel Springer vom Börsenparkett bedeuten. Denn KKR sieht das Engagement bei Springer nur auf Zeit. So will das Private-Equity-Unternehmen um den Gründer Henry Kravis mindestens fünf Jahre bei dem “Bild”-Herausgeber an Bord bleiben, sich langfristig dann wieder zurückziehen.

Doch kann der Exit erfolgen? Vorstandschef Wie zu hören ist, hat Döpfner vor der Springer-Belegschaft im Rahmen des Townhall Talks nicht ausgeschlossen, dass ein Ausstieg von KKR über einen erneuten Börsengang von Axel Springer erfolgen könnte. Die Aktiennotierung wäre allerdings an bestimmten Voraussetzungen geknüpft. Dem Vernehmen nach soll das Unternehmen vor allem durch Zukäufe mehr Wert sein. Döpfner will Springer zu einem Weltmarktführer im digitalen Journalismus und im digitalen Rubrikengeschäft ausbauen – und dies nicht nur durch organisches Wachstum, sondern auch durch werthaltige Akquisitionen.

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Eine Springer-Sprecherin sagt hierzu auf MEEDIA-Anfrage: “Der Europachef von KKR war diese Woche auf Einladung von Mathias Döpfner Gast beim Townhall Talk. Er hat die Gelegenheit wahrgenommen, KKR vorzustellen und Fragen der Mitarbeiter zur geplanten Partnerschaft zu beantworten. Er hat dabei klargemacht, dass KKR beabsichtigt, sich mindestens für fünf Jahre zu verpflichten, dieser Zeitraum könnte aber auch deutlich länger sein.” Und weiter: “Mathias Döpfner hat sich auf Nachfrage zu verschiedenen Optionen geäußert, wie ein Exit von KKR aussehen könnte. Diesbezüglich gibt es keinerlei Festlegung und die Voraussetzungen hierfür sind unterschiedlich.”

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