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Noch ein Abschied vom Börsenparkett? Startup-Holding Rocket Internet will Aktien zurückkaufen

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Rocket Internet

Nach Axel Springer will wohl auch die Startup-Holding Rocket Internet das Börsenparkett verlassen. Das berichtet das "Manager Magazin". Angeblich arbeite der Internet-Investor Oliver Samwer mit einem Team daran, die Aktien der Holding zurückzukaufen. Der Kurs der Rocket Internet reagierte prompt. Die Notierung schloss um rund 8,5 Prozent auf mehr als 26 Euro.

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Noch ist nicht klar, ob der US-Finanzinvestor KKR den Einstieg bei Axel Springer schafft. Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen allen ausstehenden Anteilseignern ein Angebot unterbreitet, Springer-Aktien zum Preis von 63 Euro zu erwerben. Damit wollen die Amerikaner mindestens 20 Prozent der Springer-Aktien übernehmen. Gelingt das, sollen die Aktien von Axel Springer mittelfristig von der Börse genommen werden.

Jetzt ist offenbar ein zweiter Kandidat im Gespräch, das Börsenparkett zu verlassen. So arbeitet der Internet-Investor Oliver Samwer an einem Plan, seine Startup-Holding Rocket Internet von der Börse zu nehmen. Dies berichtet das “Manager Magazin”. Dabei beruft sich das zur Spiegel-Gruppe gehörende Magazin auf mehrere Insider. Angeblich sei im Aussichtsrat das Vorhaben bereits besprochen worden. Samwer halte derzeit 44 Prozent an der Holding. Er selbst wolle sich bei einem Delisting nicht von seinen Anteilen trennen. Damit würde er am Ende die Gesellschaft selbst kontrollieren, heißt es beim “Manager Magazin”. Rocket Internet hat laut der Wirtschaftszeitschrift die Informationen nicht kommentiert.

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Hintergrund der möglichen Maßnahme ist, dass Samwer bei einem Börsenrückzug unbeachteter von der Öffentlichkeit agieren könnte. Für einen Erwerb der außenstehenden Anteile besitzt Samwer offenbar das notwendige Kapital. So verfügt er laut “Manager Magazin” durch jüngste Verkäufe zahlreicher Beteiligungen über ein liquides Polster von mehr als 3,6 Milliarden Euro. Das wäre wohl genug, um einen Abschied von der Börse zu finanzieren.

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