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Mitarbeiter der “dpa” streiken erstmals für Lohnangleichungen

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Rund 100 Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben am Dienstag in Berlin gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband fordern bessere Löhne für die rund 800 Beschäftigen der Agentur. Die Geschäftsführung nimmt die Aktion "zur Kenntnis“, berichtet die Berliner "taz".

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Es war das erste Mal in der Geschichte der dpa, dass Mitarbeiter zu einem Warnstreik zusammenkamen. Am Dienstag verabredeten sich rund 100 Beschäftigte, etwa 80 Prozent der Diensthabenden zu dieser Zeit, zu einer “aktiven Mittagspause” vor der Zentralredaktion in Berlin, berichtet die “taz”. DJV und Verdi fordern Lohnerhöhungen von mindestens zwei Prozent. Darüber hinaus sollen die Löhne zwischen der dpa und ihren tariflosen Tochterunternehmen angeglichen werden.

“Uns geht es auch um Solidarität. Hier stehen Beschäftigte von Mutter- und Töchterunternehmen nebeneinander“, zitiert die “taz” Andrea Hellmich, Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Mitglied der Tarifverhandlungen. Jahrelang hätte die “dpa” Tochterunternehmen ohne Tarife gegründet. Heute sitzen Beschäftigte der dpa-Mutter und der Töchter im Newsroom, machen die selbe Arbeit, würden aber anders bezahlt werden. Die Verhandlungen für die Angleichungen seien zwar auf einem guten Weg, haben sich insgesamt jedoch lange hinausgezögert. Mit dem Streik erhoffen sich die Beschäftigten, Druck ausüben zu können. Uneinigkeit gibt es auch darüber, ab wann eine Erhöhung erfolgen sollen.

Die dpa-Pressestelle sagte auf Anfrage der “taz”: “Es gilt jetzt einen Kompromiss zu finden, der einerseits die Marktbedingungen, andererseits die Forderungen der Beschäftigten berücksichtigt.“ Die Chefredaktion und die Geschäftsführungen haben die Aktion “zur Kenntnis” genommen. Zu nennenswerten Beeinträchtigungen im Betrieb ist es nicht gekommen.

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(rt)

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