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Familien als Privatanleger im Visier: Axel Springer steigt in digitale Vermögensverwaltung Oskar ein

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Screenshot: Oskar.de

Ex-"Bild"-Zeitungschef Kai Diekmann bekommt mit seinem „Zukunftsfonds" Konkurrenz vom Ex-Arbeitgeber. Axel Springer hat sich über seine Tochter finanzen.net an dem digitalen Vermögensverwalter Oskar beteiligt. Der RoboAdvisor schielt vor allem auf Familien, die für ihre Kinder Geld ansparen wollen. So können hier monatlich Geldbeträge von 25 Euro investiert werden.

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Es war ein medialer Coup, der für viel Schlagzeilen sorgte: der frühere “Bild”-Zeitungschef Kai Diekmann sowie Ex-Investmentbanker Lenny Fischer starteten vor mehr einen Jahr ihren digitalen „Zukunftsfonds“ – eine Art Alternative zum Sparbuch, das Privatanlegern im Nullzinsumfeld zu mehr Vermögen verhelfen soll. Bislang allerdings eher mit bescheidener Bilanz. Jetzt steigt auch Diekmanns ehemaliger Arbeitgeber Axel Springer in das Geschäft mit der digitalen Vermögensverwaltung ein – allerdings mit weniger Getöse. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich der Berliner Medienkonzern über die Tochter finanzen.net mit einem Anteil von 44,4 Prozent an Oskar.de engagiert. “Mit der Beteiligung an Oskar.de bietet sich die Möglichkeit finanzen.net um ein spannendes Geschäftsmodell zu ergänzen. Die Zusammenarbeit von finanzen.net mit Oskar.de entspricht der Strategie, Kunden das gesamte Leistungsspektrum anzubieten: von der unabhängig recherchierten Information bis hin zum Anlageprozess”, erläutert ein Sprecher von Springer gegenüber MEEDIA den strategischen Hintergrund.

Zielgruppe: Familien

finanzen.net hatte den Robo Advisor erst vor wenigen Monaten ausgegründet. Das Unternehmen hat als Zielgruppe vor allem Familien im Visier, die für ihr Kinder finanziell vorsorgen wollen. Daher bietet die virtuelle Vermögensverwaltung Privatpersonen die Chance, auch kleinere Geldbeträge von monatlich 25 Euro anzulegen. Dabei fließt das investierte Kapital in Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Dies sind Aktienfonds, die Börsenindizes wie den Deutschen Aktienindex (DAX) nachbilden. Dabei birgt Oskar mehrere Vorteile: “In einer Smartphone-App beziehungsweise unter einem Account im Internet können bei ‚Oskar‘ verschiedene Sparkonten für alle Familienmitglieder geführt werden”, beschrieb die Welt am Sonntag erst im März ausführlich das Startup.

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Gründer von Oskar sind Dominik Nienhaus, Jens Ohr und Peter Schille, die sich bereits mehrere Firmen im IT- und Finanzumfeld ins Leben gerufen haben. Dass Oskar das Springer-Flaggschiff “Bild” nutzt, um sich bekannter zu machen, ist denkbar. “‘Bild’-Leser können, wie jeder andere auch, Kunde bei Oskar.de werden. Oskar.de steht es, wie anderen Werbekunden auch, offen, Anzeigen bei ‘Bild’ zu schalten. Redaktionelle Inhalte und Werbung werden – wie bei Axel Springer üblich – streng voneinander getrennt”, erklärt ein Springer-Sprecher. Ob Axel Springer mit dem virtuellen Dienstleister mehr Erfolg hat als Diekmann & Co. wird sich zeigen.

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Alle Kommentare

  1. Niemand braucht einen Oskar oder Diekmann, die im Hintergrund mitverdienen wollen. „Finanztest“ liefert jeden Monat neutrale, professionelle Informationen und Beratung zu allen Themen rund ums Geld, zu ETF sowieso, aber auch zu Versicherungen, Arbeitsrecht, Verbraucherschutz, Steuern, Digitalem und und und. Für ein paar mickrige Euro.

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