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Best4Planning-Studie: Radio im Glaubwürdigkeits-Ranking auf Platz eins, Social Networks auf Rang 16

Wie sich Onliner heutzutage informieren
Wie sich Onliner heutzutage informieren

Deutsche vertrauen klassischen Medien deutlich mehr als sozialen: Zu diesem Ergebnis kommt, wohl nicht ganz uneigennützig, eine Studie der Verlagsinitiative Best4Planning. Dabei rangieren Social Networks nur auf dem 16. Platz – und dass, obwohl ein Drittel der Unter-30-Jährigen YouTube und Co. als Nachrichtenquelle nutzen.

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Öffentlich-rechtliche TV-Sender bleiben die bevorzugte Quelle für aktuelle News rund um die Themen Politik und Gesellschaft (66,6 %), gefolgt vom Radio (59,4 %). Knapp die Hälfte setzt bei der Nachrichtenversorgung auf die Websites von bekannten Medienmarken (47,7 %). Private Fernsehsender werden dafür von 42,6 % angeschaltet. Die klassische Tageszeitung wird immer noch von mehr als 40 % der befragten Onliner als Informationsquelle genutzt. Soziale Medien wie Facebook, Twitter und Instagram sind nur für etwa ein Drittel (34,8 %) der Befragten das Mittel der Wahl. Wöchentlich erscheinende Zeitungen und Zeitschriften spielen bei der Recherche nach aktuellen Nachrichten aufgrund ihrer Frequenz eine untergeordnete Rolle (16,1% bzw. 15,4 %).

Während ältere Personen ab 50 Jahren in Hinblick auf Nachrichten vorzugsweise klassische Medien wie öffentlich-rechtliches Fernsehen (82,7 %), Radio (65,5 %) und Zeitungen (51,7 %) konsumieren, haben digitale Medien bei den Unter-30-Jährigen eine gleichwertige Bedeutung. So werden Nachrichten-Websites bekannter Medienmarken und Social Media Plattformen von jeweils mehr als 50% dieser Zielgruppe genutzt (54,4% bzw. 51,8%). Interessantes Detail: Mehr als ein Drittel (35,1%) der Unter-30-Jährigen bezieht aktuelle Nachrichten außerdem über Videoportale wie YouTube oder Vimeo.

Je gebildeter, desto größer das Vertrauen in Medien

In Zeiten von Fake News und “Lügenpresse”-Vorwürfen gaben 80,3% der Befragten an, die Herkunft der News zu prüfen, um Rückschlüsse auf deren Wahrheitsgehalt zu ziehen. Etablierte Medienmarken erhalten einen Vertrauensvorschuss: So gehen die meisten Onliner (84,4%) davon aus, dass Informationen aus journalistischen Medienangeboten wie stern.de, Focus Online, Welt.de, ARD, ZDF oder Spiegel Online vor Veröffentlichung auf ihre Richtigkeit geprüft wurden. Generell halten knapp zwei Drittel der deutschen Onliner (62,1%) die Informationen in den deutschen Medien grundsätzlich für glaubwürdig. Lediglich rund ein Fünftel (21,2 %) zweifelt am Wahrheitsgehalt dieser.

Laut Umfrage spielt auch die Bildung eine große Rolle beim Verhältnis zu Medien: Je höher der Bildungsgrad, desto höher das Vertrauen in die Medien. Aber auch regional zeigen sich Unterschiede: So haben die Nutzer aus den alten Bundesländern (64,4 %) ein deutlich höheres Vertrauen in die Medienlandschaft als aus den neuen Bundesländern (53,4 %).

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Wem Onliner in Deutschland vertrauen

Wem Onliner in Deutschland vertrauen

Radio mit höchster Glaubwürdigkeit

Bei näherer Betrachtung der einzelnen Kanäle sind es insbesondere Radiosender (82,8%), Nachrichtenwebsites etablierter Medienmarken (80,7%), öffentlich-rechtliche Fernsehsender (80,4%), sowie Tageszeitungen (78,6%) und Nachrichtenmagazine (73,1%), die sich einer hohen Glaubwürdigkeit unter den deutschen Onlinern erfreuen. Nur wenige halten dagegen Influencer (19,2%), soziale Netzwerke (24,5%) und Videoportale wie YouTube (25,8%) für glaubwürdig. Das ist insofern kurios, als dass einerseits mehr als die Hälfte der jungen Menschen unter 30 Jahren soziale Netzwerke für aktuelle Nachrichten heranzieht, dennoch für diese an der Glaubwürdigkeit solcher Plattformen ähnliche Zweifel bestehen wie bei den älteren Onlinern (26,2% Unter-30 vs. 23,0% Ü-50).

Beim Ranking der glaubwürdigsten Social Networks würden 10% den Informationen auf Facebook am ehesten glauben, gefolgt von YouTube (8,9%), Twitter (5,9%) und Instagram (2,0%). 5,8% der Befragten finden diese Netzwerke gleichermaßen glaubwürdig. Zwei Drittel (67,5%) vertrauen keiner dieser Plattformen so richtig.

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