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KKR greift nach Axel Springer: US-Finanzinvestor bietet 63 Euro je Aktie

Axel Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel Springer-CEO Mathias Döpfner

Der Finanzinvestor KKR macht ernst mit dem Einstieg bei Axel Springer und bietet den außenstehenden Aktionären 63 Euro je Anteilsschein. Damit zahlt das Unternehmen eine Prämie von 31,5 Prozent auf den Aktienkurs der vergangenen drei Monate, bevor die Verhandlungen mit KKR bekannt wurden. Den Deal haben der Vorstand und Aufsichtsrat bereits abgenickt. KKR kann allerdings ohne Zustimmung der Verlegerin Friede Springer keine Entscheidungen bei den Berlinern treffen.

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Die Verhandlungen zwischen der Springer-Großaktionärin Friede Springer, Vorstandschef Mathias Döpfner und dem US-Finanzinvestor KKR sind geglückt. KKR will den außenstehenden Springer-Aktionären 63 Euro je Anteilsschein zahlen. Damit zahlt KKR eine Prämie von rund 31,5 Prozent auf den von Bloomberg ermittelten volumengewichteten Durchschnittskurs der Axel Springer Aktie der vergangenen drei Monate, bevor die Verhandlungen mit KKR über eine mögliche strategische Beteiligung bekannt wurden, teilt Springer mit.

Bezogen auf den letzten unbeeinflussten Kurs vor Bekanntwerden der Einstiegspläne von KKR vom 29. Mai beträgt der Aufschlag sogar knapp 40 Prozent.

Das Angebot sieht neben weiteren üblichen Bedingungen eine Mindestannahmequote von 20 Prozent vor und steht unter dem Vorbehalt der Erteilung fusionskontrollrechtlicher und sonstiger regulatorischen Freigaben, heißt es. Dem Deal mit KKR haben den Aufsichtsrat und Vorstand bereits zugestimmt. Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner wollen ihre Anteile nicht angeben. Nähere Einzelheiten hierzu will Springer-Chef Döpfner heute auf einer Telefonkonferenz um 10 Uhr bekannt geben.

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Sollte der Einstieg von KKR gelingen, behält die Verlegerin Friede Springer dennoch weiterhin das Sagen. „Die Aktionärsvereinbarung ist abhängig vom Abschluss des Angebots und sieht vor, dass keine Entscheidungen auf Gesellschafterebene ohne die Zustimmung von Friede Springer getroffen werden können“, teilt Springer mit. KKR will zudem den bisherigen Kurs des Berliner Medienhauses (Bild, Welt) fortsetzen. „Wie in der Investorenvereinbarung vorgesehen, unterstützen die Parteien die langfristige Strategie von Axel Springer. Die journalistische Unabhängigkeit der Medienangebote von Axel Springer wird erhalten bleiben“, heißt es bei Springer. Auch an dem derzeitigen Management will der US-Finanzinvestor nicht rütteln. „Die derzeitigen Vorstandsmitglieder von Axel Springer werden weiterhin das Unternehmen führen“, erklärt die Gesellschaft.

Mit KKR im Rücken hat Springer-Chef Döpfner die Chance, das Berliner Medienhaus zum Weltmarktführer auszubauen: „Der Vorstand begrüßt eine mögliche Partnerschaft mit KKR, da sie für das Unternehmen eine hervorragende strategische Perspektive eröffnet. Unsere Wachstumspläne werden in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in Mitarbeiter, Produkte, Technologie und Marken erfordern. Durch die strategische Partnerschaft mit KKR könnten wir erhebliche Wachstumschancen ergreifen, da wir uns zusätzliche finanzielle Ressourcen erschließen und uns zugleich von der reinen Fokussierung auf kurzfristige Finanzziele lösen“, so Döpfner.

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