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Studie offenbart Trendwende: Smartphone-Nutzung bei Erwachsenen übersteigt erstmals TV-Konsum

Dank Smartphones: Medienkonsum, wann und wo man will
Dank Smartphones: Medienkonsum, wann und wo man will

Nur Kinder und Teenager ziehen das Smartphone und YouTube dem klassischen TV vor? Offenbar ist der veränderte Medienkonsum auch bei den Älteren mittlerweile Mainstream. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle eMarketer-Studie für den US-Markt.

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Der durchschnittliche Amerikaner ab 18 Jahren wird 2019 rund 223 Minuten täglich mit Mobilgeräten verbringen – gegenüber 215 Minuten, die er Fernsehen schaut. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung von eMarketer. Der Großteil der Verweildauer auf Mobilgeräten entfällt mit 175 Minuten auf Smartphones, eine Steigerung von 9 Minuten gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2018 betrug die Verweildauer für Mobile insgesamt 215 Minuten, die TV-Zeit 224 Minuten.

Tabletkonsum sinkt weiter

Tablets werden seltener genutzt unter Erwachsenen: Mit 71 Minuten erreichte die Nutzung hier 2017 ihren Höhepunkt,  in diesem Jahr sank der Wert auf 68 Minuten. Laut eMarketer wird sich dieser Abwärtstrend bis 2021 fortsetzen.

“Wir haben bereits damit gerechnet, dass Smartphones das Fernsehen überholen würden – aber es dann tatsächlich zu sehen, ist immer noch überraschend”, erklärt Yoram Wurmser, Principal Analyst von eMarketer. “Erst 2014 sah der durchschnittliche US-Amerikaner fast zwei Stunden mehr fern, als er Zeit mit seinem Handy verbrachte.”

Die meiste Zeit der Smartphonenutzung entfällt auf Apps (2:57) und Surfen im Internet (0:26). Innerhalb von Apps verbringen die Menschen die meiste Zeit mit Audiostreaming gefolgt von Social-Media-Aktivitäten. “Digitale Audio-Apps treiben die Smartphone-Nutzung voran”, so Wurmer. “Die Menschen streamen immer mehr Musik auf ihre Handys, und Podcasts sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden.”

Deutschland: Je jünger, desto weniger TV und desto mehr Smartphone
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In Deutschland geht der TV-Konsum mit Blick auf die Altersklassen noch recht weit auseinander. So liegt er bei den 14- bis 69-Jährigen bei 169 Minuten täglich, bei den 14- bis 49-Jährigen allerdings nur noch bei 117 Minuten. Und bei den 14- bis 29-Jährigen sind es nur noch 69 Minuten.

Statistik: Fernsehkonsum: Tägliche Sehdauer der Deutschen in Minuten nach Altersgruppen (04. Juni 2019) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Gleichzeitig nutzen Kinder und Teenager in Deutschland ihr Smartphone hauptsächlich für den Medienkonsum. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Bitkom-Studie. Neun von zehn (88 Prozent) der 10- bis 18-jährigen Handy- bzw. Smartphone-Nutzer streamen damit Musik, 87 Prozent schauen Videos. Das ist wohlgemerkt ein Durchschnittswert einer sehr diversen Zielgruppe. Für die Studie wurden 915 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt.

Denn unabhängig vom Gerät machen die meisten Kinder schon früh ihre ersten Schritte im Internet. Von den 6- bis 7-Jährigen nutzen bereits 40 Prozent zumindest gelegentlich das Internet. Ab 12 Jahren sind dann fast alle (97 Prozent) online. Mit Abstand am beliebtesten ist dabei, Videos zu schauen –  sowohl bei den jüngeren Internetnutzern ab 6 Jahren (87 Prozent) als auch bei den Jugendlichen ab 16 Jahren (93 Prozent).

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Alle Kommentare

  1. “Neun von zehn (88 Prozent) der 10- bis 18-jährigen Handy- bzw. Smartphone-Nutzer streamen damit Musik, 87 Prozent schauen Videos. Das ist wohlgemerkt ein Durchschnittswert einer sehr diversen Zielgruppe.”

    —–
    Toll. – Aber wozu die Studie sich leider ausschweigt:

    Wer bezahlt die dafür nötigen teuren Handyverträge dieser “sehr diversen Zielgruppe” a la Rezzo?

    Selber arbeiten tut von denen doch noch keiner und was die Schule angeht, da haben sie ja im Moment die 4-Tage-Woche eingeführt.

    Vielleicht sollte denen Mal jemand erklären, dass die Zukunft, für die sie Freitags immer so demonstrieren in erster Linie Arbeit und vor allem Steuerzahlen sein wird.

    Sehr sehr viel Steuern, die höchsten auf der ganzen Welt. Und dank dem Geschwätz, dem sie auf den Leim gegangen sind, werden es in Zukunft noch mehr Steuern werden.

    Das und nichts anderes ist es, wofür sie wirklich demonstrieren, sie wissen es nur noch nicht – aber sehr bald wird sich das ja für sie ändern.

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