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“Keine ausreichende Nachfrage”: Nach “Neon” stellt Gruner + Jahr nun auch das junge Elternmagazin “Nido” ein

Kein Grund zum Feiern: G+J stellt Nido ein
Kein Grund zum Feiern: G+J stellt Nido ein

Als Gruner + Jahr im April vergangenes Jahr die Print-Version der einstigen Erfolgsmarke "Neon" einstellte, hieß es noch, das Schwester-Magazin "Nido" sei nicht betroffen. Nun wird auch "Nido" vom Markt genommen. Schuld ist die zu geringe Nachfrage.

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Die letzte “Nido” wird am 19. Juli erscheinen. Kai-Hinrich Renner schreibt bei der Funke Mediengruppe, dass im vergangenen halben Jahr der Werbemarkt für das Magazin weggebrochen sei. Im Intranet wird G+J-Sprecher und “Nido”-Verlagsleiter Frank Thomsen mit den Worten zitiert, es habe “keine ausreichende Nachfrage” mehr für “Nido” gegeben:

Es schmerzt, einen gut gemachten Titel zu beenden, aber leider findet unser Angebot keine ausreichende Nachfrage. Weder Auflage noch Anzeigenumfang reichen aus, um Nido eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. Die Nische, die hier angepeilt wird, ist einfach zu klein. Mir tut das für die kleine Redaktion um Helen Bömelburg sehr leid, denn sie haben mit viel Engagement ein wirklich starkes Heft gemacht. Dafür danke ich sehr herzlich. Wir werden in der News-Gruppe genauso verfahren wie im gesamten Haus: Wenn etwas nicht läuft, ziehen wir die Konsequenzen. Und gleichzeitig arbeiten wir an neuen Ideen.

2009 wurde “Nido” von den damaligen “Neon”-Machern Timm Klotzek und Michael Ebert noch am Standort München als junges, hippes Elternmagazin ins Leben gerufen. 2017 stellte G+J die Erscheinungsweise von monatlich auf zweimonatlich um und das Magazin verabschiedete sich aus der offiziellen Auflagenstatistik IVW. Die letzte IVW-Meldung aus dem zweiten Quartal 2017 bescheinigte “Nido” nur noch eine verkaufte Auflage von 24.015 Exemplaren. Zum Vergleich: Der Rekord stammt aus dem dritten Quartal 2013 mit 59.725.

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Anders als bei “Neon” wird im Fall von “Nido” die Marke auch online nicht weitergeführt. “Nido” verschwindet komplett vom Markt. Betroffen von der Einstellung sind sechs Mitarbeiter, betriebsbedingte Kündigungen können nicht ausgeschlossen werden.

swi

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