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Ärger wegen Umbenennung: Xing muss für den neuen Namen “New Work” womöglich vor Gericht ziehen

Xing-CEO Thomas Vollmoeller, neue Wortbildmarke “New Work”
Xing-CEO Thomas Vollmoeller, neue Wortbildmarke "New Work" © New Work SE

Ärger mit der "neuen Arbeit"- Burdas Karriere-Netzwerk Xing soll in New Work umbenannt werden. Allerdings hat sich die Wortmarke bereits ein Software-Unternehmer gesichert. Nun muss der Streit um den begehrten Namen wohl juristisch ausgefochten werden.

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Denn dagegen klagt ein Unternehmer vor dem Landgericht Frankfurt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Rainer Gläß, Gründer des Softwareunternehmens GK Software, hatte sich im vergangenen Jahr die Wortmarke „Newwork Software“ gesichert.

Eigentlich kein Problem, mag man meinen. Schließlich entwickelt Xing nicht vorrangig Software. Im Gegenteil: Die Umbenennung ist eigentlich als Teil einer andauernden Neuausrichtung zu verstehen. Stand über viele Jahre die Xing-Plattform im Fokus, positioniert sich das Unternehmen bereits seit einigen Jahren von der reinen Business-Plattform über Zukäufe und Neugründungen hin zu einem Unternehmen, das das Thema New Work umfassend begleiten will. Unter anderem mittels dem profitablen Konferenzgeschäft.

Seit 2013 erscheint mit “Spielraum” ein Magazin rund um New-Work-Themen. Im selben Jahr kaufte die Xing SE das österreichische Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu auf. Im Rahmen der New Work Experience, einem der größten Branchenevents in Deutschland, vergibt man alljährlich den New-Work-Award an Firmen mit den besten Ideen zur neuen Arbeitswelt.

Doch laut FAZ umfasste der Antrag von Gläß bei der für die Eintragung von Unionsmarken auf europäischen Ebene verantwortlichen EUIPO im spanischen Alicante nicht nur verschiedene Arten von Software, sondern auch Dienstleistungen. Darunter etwa Entwicklung, Pflege und Hosting. „Das Thema New Work war für mich immer sehr wichtig“, so Gläß gegenüber der FAZ.

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Fakt ist: Die mehrmonatige Einspruchsfrist für Gläß’ Antrag verlief reibungslos. Fakt ist aber auch: Wenige Wochen nach Glätz stellte Xing einen Antrag auf Eintragung der Unionsmarke “New Work” bei der EUIPO. Dagegen ging der Softwareunternehmer vor und verlangte die Löschung der Marke. Xing tat es ihm gleich und stellte zudem einen Nichtigkeitsantrag.

Denn nach FAZ-Informationen soll es Xing nicht um die Sicherung besonderer Rechte an dem Namen gegangen sein. Einzig hätte man Wort-Bild-Marken eingetragen, die den Begriff „New Work“ in einer bestimmten Schreibweise mit einem besonderen grafischen Hintergrund schützt. Das deckt sich mit dem Eintrag im DPMA-Markenregister, der erstmals Ende September 2018 veröffentlicht und seitdem mehrmals aktualisiert wurde.

Zum laufenden Verfahren will sich das Unternehmen mit Sitz in Hamburg nicht äußern. Gütlich einigen wollten sich die beiden Parteien aber offenbar auch nicht. Im Gegenteil: So kam im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung ans Licht, dass man derzeit einen Gegenantrag zur Umbenennung des Unternehmensnamens von Xing in New Work SE beantrage. Die Begründung: Es könnte zu juristischen Auseinandersetzungen kommen.

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