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Platzt die Influencer-Bubble? Instagrammerin mit Millionenreichweite scheitert an mickrigem Verkaufsziel

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Wie groß ist der Einfluss von Influencern im Marketing? Diese Frage stellen sich Marken derzeit immer häufiger. Ein Fall in den USA lässt zumindest Zweifel daran aufkommen, dass Millionenreichweiten in Social Networks ein Garant für Abverkäufe sind. Eine Instagrammerin mit Millionen-Reichweite scheiterte an eher bescheidenen Verkaufszielen. Dabei nehmen die Investitionen weiter zu.

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Platzt die Influencer-Bubble? Das Scheitern der Instagrammerin “arii” liest sich zumindest so. Der Influencerin war es trotz 2,6 Millionen Followern bei Instagram nicht gelungen, eine eigene Kollektion in Kooperation mit einem Modelabel ans Laufen zu bringen. So hieß es zunächst, dass nicht einmal 36 T-Shirts verkauft wurden. So viel hätte es gebraucht, auf dass das Label ihre Kollektion dauerhaft ins Sortiment aufgenommen hätte.

Kooperationen zwischen Marken und Influencern nicht ungewöhnlich

Nachdem die Story am Wochenende für Wirbel in Social-Media-Kreisen gesorgt hatte, meldete sich “arii” selbst zu Wort und korrigierte die Zahl nach oben. So hätte sie jeweils 36 Teile von sieben Kleidungsstücken abverkaufen müssen, 252 insgesamt. Dennoch: Gemessen an 2,6 Millionen Followern hätte nur circa jeder zehntausendste User einen Artikel kaufen müssen. Kein unrealistisches Verkaufsziel also. Zudem sind derlei Kooperationen von Influencern mit bekannten Modelabels nicht ungewöhnlich. H&M etwa arbeitet häufig mit Bloggern und Influencern zusammen, um potenzielle neue Käuferschichten anzusprechen.

“arii” löschte den Post, in dem sie sich traurig darüber zeigte, die Ziele nicht erreicht zu haben, kurze Zeit später. Twitter-Nutzer nahmen das zum Anlass, über die Gründe für das Versagen zu mutmaßen. So habe die Influencerin das Produkt nicht ausreichend beworben. Zudem hätten die Werbe-Postings nicht zur Ästhetik ihre anderen Instagrambeiträge gepasst. Andere meinten, sie habe es nicht geschafft, sich als verkaufende Influencerin zu etablieren.

Auch wurde erneut Zweifel an den immensen Reichweiten von Influencern laut. Der häufige Vorwurf: Sowohl Follower als auch die Interaktion in Beiträgen könnten eingekauft und damit “gefaked” sein.

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Investitionen in Influencermarketing steigen

Die Diskussion um die Effizienz von Influencer-Kommunikation ist hochrelevant für ein ganzes Marketingsegment: Nach Angaben des 2017 gegründeten Bundesverbands Influencer Marketing (BVIM) steht die Branche kurz davor, die Milliarde zu knacken. Der Verband geht davon aus, dass der Branchenumsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz im kommenden Jahr bei 990 Millionen Euro liegen wird. Schätzungsweise verdienen im deutschsprachigen Raum bis zu 165.000 Menschen mit Instagram, Blogs oder YouTube-Videos Geld.

Laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) spielen Internet-Bekanntheiten beim Marketing eine immer größere Rolle. Laut einer Studie hat schon fast jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) sich schon einmal beim Einkaufen von Influencern beeinflussen lassen. Die Umfrage fand unter 1.051 Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 64 Jahren statt. In einer ähnlichen, zwei Jahre alten Umfrage waren die Konsumwerte deutlich niedriger.

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