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„Bindung und Aktivierung der User werden immer wichtiger“

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Im Lokaljournalismus lässt sich besonders stark von den digitalen Möglichkeiten profitieren. Um die passenden Tools optimal einsetzen und nutzen zu können, hat sich Claudia Schade fürs Digital Journalism Fellowship beworben. Hier berichtet sie von der Teilnahme am berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramm an der Hamburg Media School.

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Claudia Schade

 Claudia Schade arbeitet bei der Sächsischen Zeitung als Ressortleiterin für die Stadtredaktion Dresden. Seit 2012 verantwortet sie ein Team von 20 Mitarbeitern und ist für alles verantwortlich, was über das Leben in der Stadt berichtet wird. Zuvor war sie Reporterin und Assistentin des Chefredakteurs. Bis 1998 studierte sie „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ an der Universität Passau mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaft. Sie ist im Münsterland aufgewachsen und lebt seit 1998 in Dresden. Um neue Ideen für den Lokaljournalismus im Digitalen zu finden, hat sie sich für das Digital Journalism Fellowship (DJF) beworben. Wir sprechen mit ihr über „Digital Engagement“, dem Thema des letzten Seminars.

Claudia, ihr habt euch im letzten Seminar mit dem Thema “Digital Engagement” beschäftigt. Welche Erfahrungen hast du als Journalistin in diesem Bereich bisher sammeln können?

Bei der Sächsischen Zeitung arbeiten wir bereits seit mehreren Jahren mit „Lesewert“. Mit diesem Tool erheben wir Daten zur Nutzung der Printausgabe und passen unsere Berichterstattung dementsprechend immer wieder an. Mit unserem neuen CMS tauchen wir jetzt auch online tiefer ein. Da kam das Thema Digital Engagement gerade passend.

Du arbeitest als fest angestellte Journalistin. Welche Rolle spielte der Bereich “Digital Engagement” da bisher?

Mit dem Relaunch von saechsische.de vor einem halben Jahr haben wir nun deutlich mehr Möglichkeiten, Interessen der User herauszuarbeiten, zu sehen, was besonders gut ankommt und darauf zu reagieren. Wir können jetzt auch verfolgen, bei welchem kostenpflichtigen Artikel die User ein Abo abschließen. Spannend war bei dem Seminar, zu erfahren, welche weiteren Tools es gibt, welche Trends sich entwickeln und wie man die jeweiligen Algorithmen für sich nutzen kann.

Inwiefern hat das Seminar deinen Blick auf Nutzerdatenauswertung verändert?

Algorithmen werden ständig verändert, man muss sie immer im Blick behalten. Sie lassen sich aber auch trainieren und so für eigene Zwecke nutzen. Die Kommunikation mit dem Publikum wird einen immer wichtigeren Stellenwert bei unserer Arbeit einnehmen. Massenkommunikation verändert sich zu zielgruppenspezifischer Kommunikation. Die Auswertung von Nutzerdaten ist dabei unerlässlich und kann uns neue Optionen aufzeigen.

Wie stehst du als Privatperson zum Thema Digital Engagement?
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Bindung und Aktivierung der User wird immer wichtiger. Ich denke, auf Dauer kann kein Medium bestehen, das nicht in einer möglichst zielgruppenorientierten und dem Publikum empathisch zugewandten Weise kommuniziert. Wir als Journalisten müssen unsere Arbeit noch stärker vom einseitigen Senden hin zu mehr Dialog mit dem Leser ausrichten. Das fügt unserem Beruf eine spannende Facette hinzu, auch wenn gerade Lokalangebote das natürlich schon immer gemacht haben. Jetzt haben sie die Chance das zu professionalisieren.

Welches Thema oder welcher Bereich im DJF hat deine Arbeit als Journalist bisher am meisten beeinflusst?

Das kann ich bis jetzt noch nicht sagen, da ja noch einige sehr spannende Themen vor uns liegen. Es hat sich aber gezeigt, dass die anwendungsorientierten Module sich am ehesten in den eigenen Alltag integrieren lassen. Im besten Fall ergibt sich am Ende ein rundes Bild. Was aber von Anfang an außerordentlich inspirierend ist, ist der Austausch mit den anderen Fellows. Ich lerne in den Gesprächen mit den Kollegen mindestens noch mal so viel wie in den Seminaren.

Gibt es Dinge die vor der Teilnahme am DJF anders gemacht hast?

Vieles an der Arbeit von Journalisten ist Bauchgefühl. Und das ist ja auch oft ein ganz guter Ratgeber. Der digital ausgerichtete Journalismus eröffnet nun die Möglichkeit, das Bauchgefühl zu überprüfen und zielgerichtet in neue Themen und Angebote zu übersetzen.

Das Digital Journalism Fellowship (DJF) ist ein einjähriges Weiterbildungsprogramm für Journalistinnen und Journalisten der Hamburg Media School (HMS). Gefördert wird es von Facebook. Die Partnerschaft mit der HMS unterstreicht die Vision des Facebook Journalism Projects, in Organisationen und Programme zu investieren, die die Zukunft des Qualitätsjournalismus und einer informierten Gesellschaft stärken. Hier berichten die Fellows, was die Teilnahme am DJF für sie bedeutet und was sie aus dem Programm mitnehmen. Weitere News und Infos aus dem DJF gibt es hier.

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