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Unbefriedigende Kiosk-Verkäufe mit Leonardo da Vinci: Focus richtig mies, Spiegel kommt mit blauem Auge davon

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Mit insgesamt nur etwas mehr als 320.000 Verkäufen im Einzelhandel war die Heftwoche 18/2019 für Spiegel, stern und Focus eine der schwächsten der Geschichte. Besonders schlecht erging es dem Focus, der mit seinem Titel zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci nur 41.443 Einzelverkäufe erzielte. Der Spiegel kam - ebenfalls mit Da Vinci - näher an sein Normalniveau heran, ebenso der stern mit "Bio gewinnt".

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Der Spiegel setzte von seiner Ausgabe 18/2019 in Supermärkten, Kiosken und anderen Pressehandlungen laut IVW genau 161.771 Exemplare ab. Das entspricht einem kleinen Minus gegenüber den beiden Vorwochen, ist aber klar von dem in Woche 14 erreichten Allzeit-Tief von 145.632 Einzelverkäufen entfernt. Der 12-Monats-Durchschnitt – derzeit 176.100 Exemplare – wurde recht klar verfehlt, der 3-Monats-Durchschnitt von 164.000 Einzelverkäufen nur leicht. Der Titel “Das Da Vinci Vermächtnis” zum 500. Geburtstag des Gelehrten war also kein Hit, aber auch kein übermäßiger Flop für den Spiegel. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte Der Spiegel 18/2019 eine verkaufte Auflage von 697.756, darunter 93.902 ePaper und Spiegel-Plus-Kunden.

Der stern probierte es unterdessen mit dem Thema Bio: “Bio gewinnt” lautete der Titel, “Gut für uns, gut für die Natur, gut für die Bauern: das blühende Geschäft mit Öko-Produkten” die Unterzeile. 116.947 griffen im Einzelhandel zum Heft, weniger als in der Vorwoche, aber mehr als beim historischen Tief von 109.637 zwei Wochen zuvor. Den 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 133.700 Einzelverkäufen verfehlte der stern klar, den 3-Monats-Durchschnitt von 119.400 leicht. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 464.954 Exemplaren, inklusive 24.634 ePaper.

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Richtig mies lief die Woche 18 für den Focus: Nur 41.443 mal griffen die Menschen im Einzelhandel zu. Das Heft mit dem Titel “Wie das Neue in die Welt kommt – Zum 500. Todestag des Universalgelehrten Leonardo da Vinci” gehörte damit zu den schwächsten Focus-Ausgaben überhaupt – auch wenn der Minusrekord der Nummer 10/2019 (35.555) und der Vorwochen-Wert (39.875) immerhin übertroffen wurden. Insgesamt kam Ausgabe 18/2019 auf einen Verkauf von 359.356 Exemplaren, davon 43.358 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Da fragt man sich, in wieweit die Überschriften auf der Titelseite die Kaufentscheidungen am Zeitschriftenstand beeinflußen. Auch ich hätte dem “DaVinci Vermächtnis” den Vorzug gegeben und nicht dem irgendwie esoterisch klingenden “Wie das Neue in die Welt” kommt. Bei der Spiegel-Formulierung wäre ich davon ausgegangen, daß es sich beim Artikel um den neuesten Stand der Geschichtsforschung handelt, bei der Focus-Schöpfung den Verdacht gehabt, daß es sich größtenteils um Gelaber statt Fakten handelt. Aber dies ist natürlich meine rein subjektive Bewertung. Wäre interessant, mal eine Studie über die Wirkung von Titelseiten zu lesen. Vielleicht gibt es ja wissenschaftliche Erkenntnisse, die eventuell Verkaufsflops verhindern können.

  2. Wie lange halten die noch aus so zu bluten? 40.000 harte Auflage, vermultich 100% Preisaufschlag und ab da bis 320.000 nur unterschiedlich stark rabattierte? 75% zahlen deutlich weniger als den vollen Preis bzw. gar nichts.
    Wie können die sich noch das drucken leisten?? Die schreiben doch jedes Jahr tiefrote zahlen.

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