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Video, Video, Video: Studie zum Smartphone-Medienkonsum von Teenagern unterstreicht Bedeutung von Bewegtbild

Teenager nutzen Smartphones häufiger für Videos als für Messenger
Teenager nutzen Smartphones häufiger für Videos als für Messenger © imago

Wichtiger als Telefonieren, Messenger oder Social Networks: Jugendliche nutzen ihr Smartphone in erster Linie, um Videos im Internet zu schauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Bitkom-Studie. Das gilt sowohl für die ganz Kleinen mit sechs Jahren, besonders aber für Teenager ab 16. Mit verantwortlich dafür: eine App aus China.

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Die aktuelle Bitkom-Studie zeichnet ein klares Bild: Wichtiger als das eigentliche Telefonieren ist Jugendlichen der Medienkonsum auf ihrem Smartphone. Neun von zehn (88 Prozent) der 10- bis 18-jährigen Handy- bzw. Smartphone-Nutzer streamen damit Musik, 87 Prozent schauen Videos. Das ist wohlgemerkt ein Durchschnittswert einer sehr diversen Zielgruppe. Für die Studie wurden 915 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt.

Denn unabhängig vom Gerät machen die meisten Kinder schon früh ihre ersten Schritte im Internet. Von den 6- bis 7-Jährigen nutzen bereits 40 Prozent zumindest gelegentlich das Internet. Ab 12 Jahren sind dann fast alle (97 Prozent) online. Mit Abstand am beliebtesten ist dabei, Videos zu schauen –  sowohl bei den jüngeren Internetnutzern ab 6 Jahren (87 Prozent) als auch bei den Jugendlichen ab 16 Jahren (93 Prozent).

TikTok extrem beliebt bei den 10- bis 11-Jährigen

Im Bereich Social Media und Messenger haben die 10- bis 18-Jährigen klare Favoriten. Für Kurznachrichten liegt WhatsApp in allen Altersklassen an der Spitze. Bei den 10- bis 11-Jährigen ist die Video-App TikTok das populärste Netzwerk. Dahinter steckt das chinesische Startup Bytedance. Ein Viertel (24 Prozent) dieser Altersgruppe nutzt die App bereits.

Smartphone-Nutzung bei Kindern

Ab dem 12. Lebensjahr dominiert die Foto- und Videoplattform Instagram (12-13 Jahre: 44 Prozent, 14-15 Jahre: 70 Prozent, 16-18 Jahre: 73 Prozent). Das mit ähnlichen Funktionen ausgestattete Snapchat rangiert dahinter. Auf Facebook sind vor allem die älteren Jugendlichen aktiv: Zwei von vier (39 Prozent) der 16- bis 18-Jährigen geben dies an. Eine untergeordnete Rolle spielt die Kurznachrichtenplattform Twitter. Rund ein Viertel (23 Prozent) der 16- bis 18-Jährigen ist dort vertreten, von den 14- bis 15-Jährigen sind es 14 Prozent. „Online-Plattformen sind für viele Jugendliche der wichtigste soziale Treffpunkt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

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Das Internet als Wissensquelle

Viele Kinder und Jugendliche bewegen sich nach eigenen Angaben verantwortungsbewusst im Internet. Zwei Drittel der Internetnutzer zwischen 10 und 18 Jahren (67 Prozent) achten darauf, welche Informationen sie über sich selbst ins Internet stellen. Und mehr als die Hälfte (58 Prozent) hat im Blick, welche Informationen über sie im Internet sichtbar sind. Gleichzeitig dient ihnen das Internet als Wissensquelle. Zwei Drittel (66 Prozent) konnten darüber ihre Kenntnisse erweitern. Drei von zehn (30 Prozent) sagen: Durch das Internet konnte ich meine Leistung in der Schule oder Ausbildung verbessern.

Mehr als drei Viertel (78 Prozent) nutzen die Kamera ihres Smartphones für Fotos oder selbstgedrehte Videos, sechs von zehn (61 Prozent) sind damit in sozialen Netzwerken unterwegs. Entsprechend bedeutend ist vielen ihr Smartphone. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) sagt: Ein Leben ohne Handy kann ich mir nicht mehr vorstellen. Im Elternhaus müssen viele aber auch zwischendurch auf das geliebte Gerät verzichten. Für zwei Drittel (65 Prozent) gilt zu Hause in bestimmten Situationen Handyverbot. “Auch Kinder haben ein Recht auf digitale Teilhabe”, so Berg. “Eltern haben die Aufgabe, ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone beizubringen.” Dazu gehöre auch, dass man sein Handy auch mal beiseite lege.

Für Medien gilt es also, auf den relevanten Plattform und den passenden Bewegtbildinhalten vertreten zu sein, wenn man die junge Zielgruppe erreichen will. Wie deutsche Publisher etwa auf der Hype-App TikTok mit kurzen Clips experimentieren, damit haben wir uns in einer umfassenden Analyse befasst.

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