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US-Medienkonzern Meredith verkauft Markenrechte von Sports Illustrated für 110 Millionen US-Dollar

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Montage: MEEDIA

110 Millionen US-Dollar: So viel zahlt die Authentic Brands Group (ABG) für die Markenrechte der renommierten Sports Illustrated. Über die Details der "strategischen Partnerschaft" haben das US-Marketingunternehmen und der Publisher Meredith Corp. nun gesprochen. Demnach soll der redaktionelle Bereich weiter unabhängig arbeiten. Die neuen Markeninhaber planen den Vorstoß in neue Geschäftsfelder.

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Der Publisher Meredith Corp. hat die Markenrechte für die Sports Illustrated für 110 Millionen US-Dollar an die Marketingfirma Authentic Brands Group (ABG) verkauft. Damit sichert sich ABG laut Mitteilung die Rechte fürs Marketing, die Geschäftsentwicklung und die Lizenzierung. Zum Portfolio gehören bereits Marken wie der Sportartikelhersteller Prince, die Bekleidungsfirma Nautica und Markenteile aus dem Nachlass von Muhammed Ali.

Mit dem Deal sichert sich die ABG die Markenrechte von Sports Illustrated, Sports Illustrated Kids, Sports Illustrated Swimsuit, SI, SI TV und den Award “Sportler des Jahres”. Außerdem gehören dem Unternehmen fortan die Rechte an über zwei Millionen Bildern aus dem Fotoarchiv.

“Strategische Partnerschaft” soll zu globaler Plattform führen

Der redaktionelle Bereich, bestehend aus Printmagazin und Onlineauftritt, soll vom Verkauf unberührt bleiben und weiterhin federführend von Meredith sowie Chefredakteur Chris Stone und Verleger Danny Lee geführt werden. Meredith wird ABG fortan eine Gebühr zahlen, um die Marke sowohl in Print als auch Online fortführen zu dürfen. Dies soll mindestens für die nächsten zwei Jahre der Fall sein. Wie hoch die Gebühr sein wird, ist nicht bekannt.

Beide Unternehmen erhoffen sich von der nach eigenen Angaben “strategischen Partnerschaft” den Aufbau einer globalen Plattform, die die verschiedenen Gattungen von Print über Digital bis hin zu Video und TV umfassen soll. Chefredakteur Stone spricht von einer “premium sports platform”.

Zudem soll es weitere Maßnahmen geben, um die Marke in diversen Bereichen auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen. Dazu gehören Live-Events, eSports und Sportwetten. Stone betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter, aus dem die New York Times zitiert: “Der Deal ergibt nur dann Sinn, wenn wir weiter hochwertigen Journalismus liefern.”

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Vorstoß in neue Märkte – ohne die DNA zu missachten

“Sports Illustrated ist nicht nur ein Magazin”, erklärte Jamie Salter, Gründer und CEO von AGB, gegenüber NBCNews. Die Plattform stünde für Authentizität und sei eine Art Instanz, sagte er. Damit wolle man nun in andere Märkte vorstoßen, ohne dabei die DNA und das Erbe der Marke zu vergessen.

Der US-Verleger Meredith hatte im Januar 2018 das damals mit zahlreichen Problemen kämpfende Traditionshaus Time aus New York für 2,8 Milliarden US-Dollar übernommen. Zu diesem Kauf gehörten renommierte Titel wie Fortune und eben Sports Illustrated.

tb

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