Anzeige

Aus für den „Bayernkurier“: CSU stellt ihre legendäre Parteizeitschrift nach 69 Jahren ein

Die aktuelle Ausgabe des Bayernkurier Foto: Bayernkurier

Die CSU will ihr traditionsreiches Parteiorgan „Bayernkurier“ noch in diesem Jahr einstellen. Das kündigte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München an. Grund ist, dass die CSU ihre Ressourcen künftig voll auf die digitale Kommunikation legen will.

Anzeige

Das CSU-Präsidium soll ausarbeiten, „wie wir unsere analoge Kommunikation, den ‚Bayernkurier‘, in diesem Jahr noch einstellen können und die neuen Möglichkeiten im Digitalen dafür umso stärker nutzen können“, sagte Blume.

Entscheidend sei, wie man maximale Reichweiten erziele. In normalen sozialen Netzwerken sei die CSU „nicht schlecht unterwegs“, man wolle aber deutlich besser werden, auch auf Youtube und anderen Kanälen. Dafür brauche man aber Ressourcen, die heute zum Teil anders gebunden seien. „Deswegen sind wir der Meinung, dass es notwendig ist, hier wirklich den Schalter umzulegen.“ Zwar sollten analoge Formate weiter dazugehören. „Aber die Zeiten, wo man sich ein sehr gut gemachtes Hochglanzmagazin leisten kann, während man im Digitalen tatsächlich noch weitere Gehhilfen braucht, diese Zeiten sind vorbei“, räumte Blume ein.

Vor vier Jahren war der „Bayernkurier“ extra noch auf andere Beine gestellt worden: 65 Jahre nach seiner ersten Ausgabe am 3. Juni 1950 präsentierte sich das Blatt Mitte 2015 erstmals in neuem Gewand, erschien fortan nicht mehr wöchentlich, sondern monatlich.

Anzeige