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Abseits der Kernmarke mit E-Mobility zu neuer Millionenreichweite: Wie 9to5 erfolgreich Verticals aufbaut

Erneuerbare Energien und ganz viel Tesla-Berichterstattung: 9to5’s Electrek
Erneuerbare Energien und ganz viel Tesla-Berichterstattung: 9to5's Electrek © 9to5, Electrek

International bekannt ist 9to5 für seine Scoops aus Cupertino: Kaum ein anderes Blog hatte so viele Exklusiv-Stories zu Apple wie 9to5mac. Doch "Apple only" ist das Portal schon lange nicht mehr: Mit fünf Verticals erzielt der digitale Kleinverlag bereits 40 Millionen Pageviews monatlich. Die Strategie dahinter ist so simpel wie genial.

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Wenn es um pikante Details zu neuen iPhones, Apples Pläne zur Mobilität von morgen oder einfach den neuesten Gossip vom Apple Campus geht: Die Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch, dass 9to5mac die News zuerst bringt. Kaum ein Techblog im Silicon Valley ist derart gut informiert über das, was in der Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino vor sich geht und beliefert die Szene regelmäßig mit Scoops. Das zahlt sich aus: Gestartet 2007 – dem Jahr, in dem Steve Jobs das erste iPhone vorstellte – erzielt die Webseite mittlerweile rund zwölf Millionen Visits im Monat.

Doch für den Gründer Seth Weintraub war das kein Grund, sich auf dem Erfolg seines Blogs auszuruhen. Was viele außerhalb des Silicon Valleys nicht wissen dürften: 9to5 betreibt vier weitere Webseiten. Neben 9to5google und 9to5toys schreiben Weintraubs Redakteure etwa auf DroneDJ über Drohnen. Insgesamt beschäftigt der Verlag mit Sitz im Valley rund 40 Mitarbeiter in Redaktion, Technik und Sales.

Nach nur knapp zwei Jahren fast gleichauf

Das jüngste Vertical ist zugleich das erfolgreichste: Electrek, gegründet 2016, berichtet über erneuerbare Energien und Elektromobilität. Im Durchschnitt kommt die Seite mittlerweile auf rund 11,5 Millionen Visits im Monat – und liegt damit fast auf Augenhöhe mit dem zwölf Jahre alten 9to5mac. Beeindruckend: Lediglich ein Vollzeit-Redakteur und ein freiberuflicher Reporter sind verantwortlich für alle Inhalte.

Dabei war die Seite zunächst nur als Hobby gestartet: Weintraub war stolzer Besitzer eines Teslas, war aber mit dem Informationsangebot im Web unzufrieden. Digiday verriet er: “Ich sah es als Hobby an, weil ich gerade einen Tesla gekauft habe und niemand etwas Intelligentes darüber schrieb.” Der Rest ist Geschichte: “Ich weiß, wie man einen Blog schreibt, und es war irgendwie cool, zu den Wurzeln zurückzukehren.”

Profitabel dank Sponsored Posts, Wachstum bei Podcast-Werbung
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Zu den Wurzeln zurückkehren bedeutet in diesem Fall: Bloggen, sich in der Szene vernetzen, Kontakte pflegen und Scoops landen. Denn die garantieren wiederum Links von anderen Medien, die die exklusiven Geschichten aufgreifen. Insofern kommt für Weintraub auch keine Paywall in Frage: “Die würde sich vermutlich nur für 15 Sekunden lohnen”, scherzt der Verleger. Danach würden die Stories zügig von anderen aufgegriffen und wären somit nicht mehr exklusiv.

Geld verdienen die Blogs in erster Linie über Sponsored Content auf den Webseiten sowie Werbung in den mittlerweile sechs 9to5-Podcasts. 10.000 Dollar kostet ein Post bei Electrek, 1.000 Dollar ein 30-Sekünder im Podcast. Nach eigenen Angaben ist 9to5 profitabel.

Die Faustregel: Themen mit hohem TKP besetzen

Sämtliche Verticals hat Weintraub, wie auch 9to5mac, ohne jegliches Fremdkapital aufgebaut. Seine Strategie ist auch vielmehr als Faustregel zu verstehen. Weintraubs Ratschlag: Begebt Euch auf die Suche nach Themen, für die Werbetreibende wahrscheinlich höhere TKPs bezahlen würden: “Ich interessiere mich für Drohnen. Ich habe einen Freund, der daran interessiert ist, über Drohnen zu schreiben”, so der Verleger. “Und weil beispielsweise Drohnen ein teurer Gegenstand sind, bezahlen Werbetreibende in der Regel hohe TKPs.” In den ersten Jahren sei die Hürde deswegen gering, um es laut Weintraub “einfach auszuprobieren und ein Autorengehalt zu garantieren.”

Apropos geringe Hürden: Bezahlt werden Redakteure nicht über ein Festgehalt, sondern nach Performance. Die Reporter bei 9to5 werden in erster Linie durch Programmatic Ads entschädigt, die in ihren Artikeln eingebettet und direkt mit ihren AdSense-Konten verbunden sind.

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