Partner von:
Anzeige

ZAW-Werbestatistik 2018: Medien verlieren 2,4% Einnahmen, TV- und Print-Gelder wandern zu Online und Mobile

zaw.jpg

Der deutsche Werbemarkt hat das Jahr 2018 laut Zahlen des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft ZAW mit Einnahmen von 47 Mrd. Euro abgeschlossen und wuchs dabei um 2,1%. Für die Medien springt dabei aber erneut weniger raus als im Vorjahr: Vor allem TV und Print verloren Umsätze zugunsten von Online und Mobile.

Anzeige

Rund 47 Mio. Euro wurden im Jahr 2018 in Werbung und weitere Formen kommerzieller Kommunikation investiert. Im Vergleich zu 2017 entspricht das laut ZAW einem Plus von 2,1%. 15,82 Mio. davon bestanden aus Netto-Werbeerlösen der Medien. Im Gegensatz zum Gesamtmarkt weist der Verband hier aber ein Minus von deutlichen 2,4% aus.

Insbesondere die Printmedien setzten 2018 erneut klar weniger Geld mit Werbung um. So ging es für Tageszeitungen von 2,386 Mrd. um 7% auf 2,219 Mrd. Euro nach unten, für Anzeigenblätter von 1,857 Mrd. um 7% auf 1,723 Mrd., für Fachzeitschriften von 1,739 Mrd. um 3% auf 1,685 Mrd. und für Publikumszeitschriften von 965 Mio. um 5% auf 915 Mio. Euro. Auch das Fernsehen liegt erstmals seit 2009 unter dem Vorjahr, nahm statt 4,591 Mrd. Euro nur noch 4,537 Mrd. ein – 1% weniger also.

Ein klares Plus verzeichnen hingegen die Online- und Mobile-Medien, deren Netto-Einnahmen von 1,639 Mrd. um 7% auf 1,755 Mrd. Euro anstiegen. Leicht im Plus zudem: die Außenwerbung und das Radio.

Teile der schrumpfenden Werbeeinnahmen der Medien wandern in andere Formen der kommerziellen Kommunikation. So setzt die Suchwort-Vermarktung – und hier insbesondere Google – in Deutschland inzwischen 3,79 Mrd. Euro um, 2017 waren es noch 3,48 Mrd. Auch das Geschäft mit Werbeartikeln wächst, das Thema Sponsoring liegt stabil bei 5 Mrd. Euro.

Anzeige

Würde man die Suchmaschinen-Werbung zur Mediengattung Online und Mobile dazu zählen, so wäre das Internet auch in der ZAW-Statistik längst das Werbemedium Nummer 1. Erst recht, wenn die Statistik auch Gattungen wie Social-Media-Werbung und Content Marketing enthalten würde, was leider noch nicht der Fall ist.

Für das Jahr 2019 sind die ZAW-Mitgliedsverbände nicht durchgehend guter Hoffnung: 12% schätzen die aktuelle Gesamtsituation der Werbebranche als gut ein, 38% als befriedigend, 29% als weniger gut und 12% als schlecht.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia