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Chance oder Gefahr für Verlage? Google startet Job-Suche für Deutschland

Google hat in deutschland seine Jobbörse-Funktion freigegeben
Google hat in deutschland seine Jobbörse-Funktion freigegeben Montage: MEEDIA

Google bietet Nutzern in Deutschland ab sofort eine Jobbörse an. Wer nach einer neuen Stelle sucht, bekommt innerhalb der Websuche eine Übersicht mit passenden Jobs angezeigt. Als Partner sind zum Launch auch viele Verlage an Bord, darunter die FAZ, SZ, Zeit sowie Burdas Xing und Funkes Absolventa.

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Google dürfte damit ziemlich schnell zum wohl größten Stellenmarkt im deutschsprachigen Web avancieren. Denn die Suche nach Jobs gestaltet das Unternehmen aus Palo Alto maximal einfach: Gibt ein Nutzer beispielsweise “Jobs in der Nähe” oder “Redakteur Hamburg” in die Suchzeile ein, bekommt er im oberen Bereich der Suchergebnisseite eine Vorschau der Stellenausschreibungen angezeigt, die auf den Partnerseiten veröffentlicht wurden.

Nutzer haben zudem die Möglichkeit, Suchergebnisse zu speichern oder sich via E-Mail über neue Jobs informieren zu lassen. Mithilfe von Filtern lässt sich die Jobsuche eingrenzen und etwa nach Teilzeit, Vollzeit, der Wunschstadt oder der Branche sortieren. Möchte der Nutzer sich bewerben, wird er per Link innerhalb der Stellenausschreibung auf die Partner-Webseite geführt, auf der die Stelle ausgeschrieben ist.

Diese Partner sind dabei

Für den Stellenmarkt kooperiert Google mit zahlreichen Partnern, darunter viele Verlage. Für sie ist das Geschäft mit Jobanzeigen angesichts sinkender Printerlöse ein zunehmend wichtiger Erwerbszweig. Zu den Launchpartnern zählen etwa Burda mit dem Karriere-Netzwerk Xing, Funke mit Absolventa und die Stellenmärkte der Zeit, der FAZ, Stuttgarter Zeitung und der Süddeutschen. Dazu kommen Stellenausschreibungen von LinkedIn, Kununu.com, academics.de und Azubi.de. Nicht mit dabei ist Springers Stepstone, das zu den größten Jobbörsen in Deutschland zählt.

Die Partner erhoffen sich durch die neue Funktion eine höhere Sichtbarkeit. Jens Stief von Xing sagt zur Kooperation: “Die Kooperation mit Google wird den Xing Stellenmarkt in zweierlei Hinsicht aufwerten: Einerseits hilft uns die Stellensuchfunktion in der Google-Suche die Bekanntheit und Sichtbarkeit der New Work Faktoren im Xing Stellenmarkt zu erhöhen. Andererseits profitieren auch unsere Unternehmenskunden von der Partnerschaft. Sie sind automatisch bei Innovationen dabei und es wird noch einfacher, die richtigen Kandidaten zu erreichen.”

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BDZV und VDZ warnen vor Missbrauch der Marktmacht

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) warnen jedoch vor einer zu großen Marktmacht von Google. “Wir vertrauen daher darauf, dass die Wettbewerbsbehörden das neue Angebot von Google genau beobachten und, falls nötig, eingreifen werden”, teilten die Verbände gemeinsam mit. Sie befürchten eine Verzerrung des Markts der Jobsuche-Angebote im deutschen Raum.

(rt)

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