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Zusammenhang mit Strache-Video? Jan Böhmermann kündigt “kleines Special” an und startet einen Countdown

Jan Böhmermann
Jan Böhmermann

Die Herkunft des Strache-Videos, das in Österreich am Wochenende eine Staatskrise ausgelöst hat, lässt weiter Fragen offen. Der Satiriker Jan Böhmermann wusste schon vor Wochen von der Existenz der Aufnahmen. Auf Twitter kündigt er nun ein "kleines Special" an und startet einen Countdown.

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Am Vormittag verlinkte Böhmermann von seinem Twitter-Kanal aus die Seite “dotheyknowitseurope.eu”. Übersetzt bedeutet der Domain-Name “Wissen sie, dass es Europa ist” analog zu dem Weihnachtslied “Do they know it’s christmas?”. Auf der Seite befindet sich bislang nichts weiter als ein Countdown, der am Mittwochabend um 20.15 Uhr deutscher Zeit endet. Zudem kündigt Böhmermann ein “kleines Special” zu seiner Show am Donnerstag an.

Ob es dabei um das Strache-Video geht, ist unklar. Ein Nutzer hat im Quellcode der Webseite jedoch das Wort “Ibiza” entdeckt. Dabei könnte es sich jedoch um einen Scherz von Böhmermann handeln.

Rolle des Satirikers noch offen

Der Satiriker wusste jedenfalls schon Wochen vor der Veröffentlichung von der Existenz des Videos, das den FPÖ-Politiker Strache zeigt, der auf Ibiza illegale Absprachen mit einer russischen Frau trifft. Später stellte die sich als Lockvogel heraus.

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Das Video stammt aus dem Jahr 2017 und soll seit etwa einem Jahr im kleinen Kreis im Umlauf sein. In einer Video-Grußbotschaft anlässlich der Verleihung des österreichischen Fernsehpreises Romy sagte Böhmermann schon im April, dass er den Preis gerade nicht persönlich entgegennehmen könne, da er “gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge.” Was damals noch von vielen belächelt wurde, bekam mit der Veröffentlichung der heiklen Aufnahmen vergangenen Freitag seinen Kontext.

Welche Rolle Böhmermann genau spielt, wird seither spekuliert. Einige vermuten, dass der Satiriker dem FPÖ-Politiker die Falle selbst gestellt haben könnte. Dafür gibt es keine Bestätigung, aber auch keine eindeutige Widerlegung.

Böhmermanns Manager hat gegenüber der dpa lediglich gesagt, dass der das Video kannte und es ihm nicht zur Veröffentlichung “angeboten” worden sei. Der Satiriker selbst schweigt zu der Sache. Gut möglich, dass er gar nicht mehr wusste als den groben Inhalt des Videos. Auf der anderen Seite war er wohl auch über den Zeitpunkt der Veröffentlichung im Bilde: Am vergangenen Donnerstag erklärte er in einem Begleitvideo zu seiner Sendung “Neo Magazin Royale”, dass gut sein könne, dass “Österreich brenne”.

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