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Publikumszeitschriften verlieren 4,4% ihres Werbeumsatzes, doch 20 Top-50-Titel liegen im Plus

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985 Mio. Euro setzten die über 400 von Nielsen ausgewerteten Publikumszeitschriften in den ersten vier Monaten des Jahres brutto mit Anzeigen um. Vor einem Jahr waren es noch 1,030 Mrd. - ein Minus von 4,4%. Doch es gibt auch Gewinner, in der Top 50 immerhin 20 Stück. Ganz vorn steigert sich das TV-Supplement prisma - auch dank deutlich gestiegenen Auflagen massiv, Titel wie Brigitte, Zeit, Bild am Sonntag und Focus verlieren hingegen massiv.

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42,79 Mio. Euro setzten das TV-Supplement prisma laut Nielsen zwischen Januar und April insgesamt mit Werbung um. Brutto versteht sich. Das Plus von 46,7% klingt wie ein Scherz, entspricht aber fast genau dem Auflagen-Plus von 48,4%. Durch verschiedene neue Kooperationspartner, also Zeitungen, denen prisma beliegt, steigerte sich das Heft im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 Mio. auf 7,1 Mio. Exemplare. rtv, das hingegen viele Partner verlor und einen Auflagenverlust um 34,3% von 7,1 Mio. auf 4,7 Mio. Exemplare verzeichnet, hält sich dennoch relativ stabil, büßt auf Platz 2 des Umsatz-Rankings nur 6,0% ein.

Auf Platz 3 folgt dann das erste Kauf-Magazin, der stern, dessen Brutto-Werbeumsatz trotz Auflagenverlusten um 16,6% nach oben ging. Minimal im Plus ist auch die Bunte auf Platz 5. Deutliche Umsatz-Einbußen verzeichnen innerhalb der Top Ten hingegen die Brigitte, Die Zeit, die von Nielsen und PZ Online innerhalb der Publikumszeitschriftenkategorie gewertet wird, die Bild am Sonntag und der Focus. Für sie ging es um 13,6% bis 19,1% nach unten.

Abseits der Top Ten gibt es zahlreiche weitere große Verlierer mit einem Minus von 10% und mehr. Sogar mehr als 20% unter dem Vorjahr liegen InStyle (27,5%), TV Movie (23,2%) und die Sport Bild, die um 40,4% nach unten kracht. Einige Titel liegen aber auch mehr als 10% über dem Vorjahr. Neben dem stern sind das in der Top 50 noch die Superillu (19,8%), auf einen Blick (12,5%), Motorrad (11,5%), Brigitte woman (16,2%), Neue Post (18,5%) und Harper’s Bazaar (17,6%).

Nielsen-Anzeigenstatistik 2019: Top 50 Publikumszeitschriften*

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    Umsatz brutto Jan.-Apr. vs. 2018 absolut vs. 2018 in %
1 prisma Gesamt 42,79 13,63 46,7
2 rtv Plus 37,65 -2,41 -6,0
3 stern 37,28 5,29 16,6
4 Brigitte 24,87 -4,30 -14,7
5 Bunte 24,59 0,47 1,9
6 Der Spiegel 24,09 -1,88 -7,2
7 Die Zeit 23,35 -3,68 -13,6
8 Bild am Sonntag 22,88 -4,39 -16,1
9 Focus 20,77 -4,66 -18,3
10 Bild der Frau 20,03 -0,22 -1,1
11 freundin 14,67 -2,87 -16,4
12 Gala 14,45 -0,01 -0,1
13 Auto Bild 13,84 -2,01 -12,7
14 auto motor und sport 13,39 -1,73 -11,4
15 ADAC Motorwelt 12,14 -0,62 -4,8
16 Hörzu 12,13 0,34 2,9
17 TV Digital 10,74 -2,21 -17,1
18 Wirtschaftswoche 10,64 0,02 0,2
19 tv14 10,51 -1,05 -9,1
20 Glamour 10,41 -1,54 -12,9
21 tina 9,85 0,65 7,1
22 Apotheken Umschau A 9,72 0,72 8,0
23 Vogue 9,63 -0,58 -5,7
24 Elle 9,05 0,15 1,7
25 InStyle 8,75 -3,31 -27,5
26 TV Spielfilm 8,28 -1,65 -16,7
27 Apotheken Umschau B 7,88 0,03 0,4
28 Zeitmagazin 7,44 -0,13 -1,7
29 tv Hören und Sehen 7,39 0,59 8,6
30 Superillu 7,19 1,19 19,8
31 TV Movie 6,98 -2,11 -23,2
32 Grazia 6,84 -0,64 -8,6
33 Cosmopolitan 6,81 -2,81 -29,2
34 Schöner Wohnen 6,79 -1,45 -17,6
35 Sport Bild 6,76 -4,58 -40,4
36 Für Sie 6,08 -1,13 -15,7
37 auf einen Blick 5,98 0,66 12,5
38 Lisa 5,76 0,50 9,6
39 Freizeit Revue 5,67 0,01 0,3
40 c't magazin für computer technik 5,51 -0,41 -6,9
41 kicker Montag 5,09 -0,14 -2,7
42 Landlust 4,98 -0,51 -9,2
43 GQ 4,74 -0,23 -4,7
44 InTouch 4,67 0,38 8,8
45 Motorrad 4,44 0,46 11,5
46 Brigitte woman 4,30 0,60 16,2
47 Neue Post 4,26 0,67 18,5
48 Harper's Bazaar 4,15 0,62 17,6
49 Fernsehwoche 4,09 0,06 1,5
50 Funk Uhr 4,02 -0,12 -3,0
*und Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

Wichtige AnmerkungWie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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Alle Kommentare

  1. Frage:

    Gibt es eine Erklärung dafür, daß der STERN massiv an Auflage verliert und gleichzeitig die Werbeumsätze massiv steigen?

    Das kann doch eigentlich nur daran liegen, daß die Leserschaft sich deutlich geändert hat, oder?

  2. Wäre interessant insbesondere bei strauchelnden Kleinstmagazinen, wie dem Stern mit seiner 100.000er Auflage zu wissen, woher der Umsatzboom im Anzeigenbereich kommt.
    Für mich sieht das nach einem (dubiosen) gelungenem Einzelgeschäft aus.

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