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Parodie als Sexismus? Bizarre Schlammschlacht um die SWR-Indendanten-Kandidatur von “Tagesschau”-Chef Gniffke

Kai Gniffke
Kai Gniffke

Anonyme Hinweise haben laut einem Bericht der Wochenzeitung Kontext Sexismus-Vorwürfe gegen "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke erhoben. Hintergrund ist wohl, dass Gniffke auf einer Betriebsfeier 2014 diverse Kolleginnen parodiert hat. Bereits kürzlich gab es anonyme Anwürfe gegen Gniffke. Er ist Kandidat für die Nachfolge von Peter Boudgoust als SWR-Intendant.

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Die aktuellen anonymen “Vorwürfe” gegen Kai Gniffke sind in der Tat lächerlich. Gniffke soll bei einer Abschiedsfeier für einen Kollegen im Jahr 2014 die Wetter-Moderatorin Claudia Kleinert mit blonder Perücke imitiert haben. Auch die ARD-Aktuell-Kolleginnen Caren Miosga und Judith Rakers seien “Opfer” von Gniffkes Parodie-Künsten geworden. Wie Kontext schreibt, sei der Auftritt des ARD-Aktuell-Chefs unter komödiantischen Aspekten sehr gelungen gewesen – wer hätte das gedacht? Aus einer Parodie auf einer Betriebsfeier Sexismus-Vorwürfe zu stricken, ist schon reichlich absurd. Caren Miosga wird bei Kontext zitiert, dass der “freundschaftlich-satirische” Auftritt Gniffkes mit der Metoo-Debatte “absolut nichts” zu tun hat. Hier werde versucht, einen Menschen zu beschädigen.

Es ist nicht der erste Versuch, die Kandidatur Gniffkes für den Posten als SWR-Intendant zu beschädigen. Im März wurde Medien ein anonymer “Brandbrief” zugespielt, in dem behauptet wurde, Gniffke habe “heimlich” Mittel in der Nachtschicht zu Gunsten von tagesschau.de verschoben und ein “Klima der Angst” in der Redaktion geschaffen. Auch das ein eher absonderlicher Vorwurf, wenn man den ARD-Aktuell-Chefredakteur auch nur ein wenig kennt.

Seine Konkurrentin um das Amt der SWR-Intendanz ist Landessendedirektorin Stefanie Schneider. Peter Boudgoust, seit 2006 an der Spitze der Anstalt im Südwesten, hatte vergangenes Jahr erklärt, von seinem Posten zurückzutreten. Den Schritt hatte er unter anderem damit begründet, der Nachfolge keine Steine in den Weg zu legen. Am 22. Mai stellen sich beide Kandidaten nochmals intern vor, am 23, wird dann gewählt. Dann hat es hoffentlich auch ein Ende mit absonderlichen, anonymen Anwürfen.

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sw

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