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Überfälliger Schritt zu mehr Transparenz: Netflix veröffentlicht erstmals Top-Ten seiner Inhalte

Netflix gehört zu den Streaming-Platzhirschen in Deutschland
Netflix gehört zu den Streaming-Platzhirschen in Deutschland

Der Streaming-Anbieter Netflix gibt erstmals Einblick in die Popularität seiner Inhalte. In Großbritannien veröffentlicht das Unternehmen fortan wöchentlich ein Ranking der meistgesehenen Filme und Serien. Mit dem Schritt reagiert Neflix auf die Forderung vieler Investoren nach mehr Transparenz. Konkrete Zahlen können sie aus den Listen aber noch nicht ableiten.

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Netflix gilt als überaus verschwiegenes Unternehmen. Kaum jemand außerhalb des Unternehmens weiß, welche Filme und Serien bei dem Streaming-Dienst gut laufen und welche nicht. Für Geldgeber ist der Erfolg ihrer Investitionen daher auch nur schwer abschätzbar. 2015 behauptete das Unternehmen etwa, dass die Eigenproduktion “Narcos” mehr Zuschauer hatte als “Game of Thrones”. Und ohne öffentliche Zahlen lässt sich auch nur schwer nachvollziehen, ob sich ein 100 Millionen Dollar-Deal für die Lizenzen der US-Sitcom “Friends” für Netflix tatsächlich auszahlt.

Anbieter wie Nielsen, die international etwa die Einschaltquoten vom TV messen, versuchen die Netflix-Reichweite von Serien und Filmen zwar zu schätzen. Die Daten sind aber vielfach ungenauer als die vom Unternehmen selbst. Der Chief Content Officer von Netflix, Ted Sarandos, hat daher vergangenen Monat mehr Transparenz versprochen: “Wir werden detailliertere Informationen über das Verhalten unserer Nutzer weitergeben”, kündigte Sarandos während einer Konferenzschalte mit Investoren an. “Quartal für Quartal” wolle Netflix “immer transparenter” werden – vor allem, um die Forderungen der Investoren zu befriedigen.

Druck von Investoren führt zur Öffnung

Tatsächlich hat das Unternehmen schon im vergangenen Jahr damit angefangen, vereinzelt Abrufzahlen seiner Inhalte zu veröffentlichen. Der in sozialen Netzwerken vielfach beworbene Horrorfilm “Bird Box” wurde innerhalb der ersten sieben Tage von 45 Millionen Accounts angeschaut, teilte das Unternehmen im Dezember mit. Netflix zählt erst dann ein Abruf dazu, wenn ein Nutzer über 70 Prozent des Filmes gesehen hat. Sollte ein Account den Film erneut ansehen, wird er nicht mehr erneut dazugerechnet.

Im April hat Netflix zudem die Zahlen einiger weiterer Titel veröffentlicht. Innerhalb eines Monats wurde der US-Action Thriller “Triple Frontier” von 52 Millionen Accounts abgerufen, “The Highwaymen” von 40 Millionen und die Natur-Doku “Unser Planet” von 25 Millionen Konten.

Top-Ten-Listen vorerst nur testweise

Nun geht Netflix einen Schritt weiter und veröffentlicht in sozialen Netzwerken erstmals ein vollständiges Ranking seiner Inhalte – vorerst jedoch nur in Großbritannien. Jeden Mittwoch will das Unternehmen die Liste der beliebtesten Filme, Serien und Dokumentationen nun veröffentlichen. Testweise soll dies auch in Accounts der Nutzer geschehen.

Laut dem Ranking war die Doku “Unser Planet” im April der am meisten abgerufene Inhalt, gefolgt von der romantischen Komödie “The Perfect Date“ und der Krimi-Eigenproduktion “The Highwaymen“.

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An die Spitze der Serien schaffte es “Black Summer”, eine Zombie-Drama-Serie, der erst Anfang April online ging. Danach folgt die Komödie “After Life” sowie die Teenie-Serie “Riverdale” – bei all den Serien handelt es sich ausschließlich um Netflix Produktionen.

Wann und ob die Top-Ten-Listen in andere Länder kommen, ist noch unklar. Netflix selbst kündigt an, dass es die Listen erst einmal testen werde und die Resonanz der Nutzer abwarte.

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