Partner von:
Anzeige
Sponsored Post

„Das DJF empowert mich immens“

040319_Speaker_Weiterbildung_Berger_630x353.jpg

Journalistische Weiterbildung kann mehr sein als reine Wissensvermittlung. Das dachte sich auch Julia Berger, als sie sich für das Digital Journalism Fellowship (DJF) bewarb. Neben digitalem Know-how geht es ihr vor allem um eins: Empowerment. Warum das Thema für sie Priorität hat und was das DJF in dieser Hinsicht bewirkt, erzählt sie im Interview.

Anzeige

Julia Berger

Julia Berger leitet die Digitalredaktion des Wirtschafts- und Lifestyle-Magazins Business Punk. Sie hat Literatur, Medien & Politik (M.A.) studiert, sich dann aber kurzfristig gegen eine Karriere als Bundespräsidentin entschieden. Nach ein paar kleinen Kreativpausen in Asien, Südamerika und der Agenturlandschaft, streift sie nun seit über fünf Jahren im Digital-Universum umher, stets auf der Suche nach spannenden Geschichten über innovative Ideen und inspirierende Menschen. Als Teilnehmerin des Digital Journalism Fellowships (DJF) der Hamburg Media School interessieren sie nicht nur die journalistischen Themenschwerpunkte, sondern auch Leadership und Teamarbeit in digitalen Zeiten.

Liebe Julia, magst du dich einmal kurz vorstellen. Wer bist du und was machst du beruflich?

Ich bin Julia Berger und ich leite die Digital-Redaktion des Wirtschafts- und Lifestyle-Magazins Business Punk. Wir haben ein Print-Magazin und ich mache mit meinem Team gemeinsam quasi das digitale Pendant dazu. Heißt: Wir produzieren jeden Tag zu relevanten Themen aus Tech, Business, Lifestyle, Karriere und Marketing spannenden Content – von viralen Trends bis hin zu nutzwertigen Frage wie: „Wie bleibe ich produktiv im Office?“. Wir haben eine ziemlich breite Sparte, die wir abdecken und sind damit so eine Art „Daily Add-on“ zum Print-Magazin. Außerdem betreue ich nebenher noch unseren „How to Hack“-Podcast, organisieren zahlreiche Events, um mit unserer Leserschaft auch in real life in Kontakt zu kommen, und habe im Magazin meine eigene Drinkfluencer-Kolumne. Ein ziemlich crossmedialer Mix also – es wird daher nicht langweilig.

„Empowerment“ ist dir wichtig. Welchen Stellenwert nimmt dieses Thema aktuell bei dir ein?

Ich leite ein kleines Team und Empowerment ist für mich super relevant und nimmt einen großen Stellenwert ein. Ich merke, dass gerade jüngere Kolleginnen manchmal unsicher sind, nicht genau wissen wie sie sich positionieren sollen oder in den Redaktionssitzungen eher zurückhaltend sind. Dann aber ich lese ihre Texte und weiß, dass sie viel mehr draufhaben. Und da ist es wichtig, diese Personen an die Hand zu nehmen und zu sagen: „Hey, ich weiß du kannst das, sei proaktiver und trau dich“. Ich versuche sie zu pushen, zu befähigen und ihnen die Angst zu nehmen, dass sie evtl. scheitern könnten. Aus meiner früheren Laufbahn kann ich sagen, dass Empowerment eine wichtige Sache ist und auch sehr relevant für die berufliche Laufbahn – gerade im digitalen Bereich. Und zwar für alle. Ältere Kolleg_innen müssen in anderen Bereichen empowert werden, haben beispielweise oft noch Angst vorm Digitalen, trauen sich nicht an neue Techniken und Plattformen heran. Da ist es wichtig sie zu supporten und sich mit ihnen gemeinsame neue Apps anzuschauen und zu zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, eine Insta-Story zu machen. Meine Erfahrung ist, dass ihnen das dann – sobald sie die Anfangsängste überwunden haben – super viel Spaß macht und sie dann richtig wissbegierig sind. Ich versuche daher Denkweisen zu fördern, die eine positive Auseinandersetzung ermöglichen.

Was sollte sich denn, das Thema betreffend, in der Medienbranche ändern? Welchen Handlungsbedarf gibt es hier?

Wichtig ist, dass Führungskräfte Empowerment wirklich leben müssen. Und das passiert aktuell einfach zu wenig in der Medienbranche. Vielen Führungskräften ist das Thema Empowerment nicht relevant genug, sie belächeln häufig die jüngere Generation und finden es eher belanglos, monatliche Feedback-Gespräche oder Formate wie Lunch&Learn einzuführen, an denen man sich austauscht.
Das ist aber ein fataler Fehler. Denn je mehr Austausch entsteht, desto mehr bildet sich auch ein Team-Gefühl und eine entsprechende Kultur, in der man sich so aufgehoben fühlt, dass man sich auch über Themen wie Scheitern oder Ängste austauschen kann – gerade für Frauen ist das sehr wichtig. Denn durch Austausch und Kommunikation entsteht erst Empowerment. Und das müssen viele Redaktionen noch lernen und verinnerlichen.

Anzeige

Wie empowerst du dich selbst? Oder hast du jemanden, der das mit dir macht? Wie sieht dein eigenes Empowerment aus?

Ich empowere mich selbst, indem ich Austausch mit anderen Menschen habe und diesen auch aktiv suche. Im Bereich der Moderation fühle ich mich zum Beispiel noch nicht so sicher. Da tausche ich mich mit Leuten aus, die das bereits sehr gut machen, und sie empowern mich dann bestenfalls, indem mit mir ihre Tipps und Learnings teilen. Und wenn ich generell merke, dass es einen Bereich gibt, in dem ich noch Nachholbedarf habe, dann versuche mir ein Basic-Wissen anzueignen via TEDTalks, YouTube-Tutorials oder How-To-Guides, frage Freund*innen oder Kollegen*innen, die bereits in dem Thema drin sind und Erfahrungen gesammelt haben oder suche einfach oft Best Cases raus, wie es andere Marken oder Personen gemacht haben. Ansonsten empowert mich auch natürlich mein Freundeskreis.

Wo verortest du das DJF für dich in Sachen Empowerment?

Das DJF empowert mich immens. Einerseits sind es die Inhalte, die mir sehr viel Input und Know-How verschaffen – denn ich lerne durch die Seminare, dass Themen, die mir vorher noch fremd und sehr komplex erschienen, wie Datenjournalismus oder Coding, doch nicht so kompliziert sind und im Kleinen für mich und und meine Redaktionen easy funktionieren können.
Neben den Inhalten ist es aber vor allem auch der persönliche Austausch mit den anderen Fellows, der für mich wirklich wichtig ist – und mir sehr viel bringt. Genau das ist eben die fehlende Plattform, von der ich vorhin sprach, auf der ein enormer Wissenstransfer stattfindet. Das DJF schließt quasi diese Lücke, die in der Branche aktuell fehlt.
Ich kann mich hier mit Kolleg_innen über persönliche Erfahrungen im Bereich Leadership austauschen, Tipps einholen in Sachen Verhandlung oder aber mein Wissen zu technischen Fragen bezüglich Alexa-Voice-Skills erweitern, denn an diesem Thema arbeite ich gerade für meine Redaktion und ein Fellow ist quasi Profi auf dem Gebiet und teilt sein Wissen und seine Learnings mit mir. Dieser Austausch ist unentbehrlich und fördert mich total. Es ist im Grunde genommen „Empowerment to the max“.

Das Digital Journalism Fellowship (DJF) ist ein einjähriges Weiterbildungsprogramm für Journalistinnen und Journalisten der Hamburg Media School (HMS). Gefördert wird es von Facebook. Die Partnerschaft mit der HMS unterstreicht die Vision des Facebook Journalism Projects, in Organisationen und Programme zu investieren, die die Zukunft des Qualitätsjournalismus und einer informierten Gesellschaft stärken. Hier berichten die Fellows, was die Teilnahme am DJF für sie bedeutet und was sie aus dem Programm mitnehmen. Weitere News und Infos aus dem DJF gibt es hier.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia