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Spiegel und stern fallen mit “Impfen auf Befehl” und “Mensch Özil” auf historische Kiosk-Minusrekorde

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Bittere Cover-Check-Woche für die beiden großen Wochenmagazine aus Hamburg: Der Spiegel verkaufte sich mit einer Titelstory über das Aufregerthema Impfen ebenso schlecht wie der stern mit einem Nachklapp zu Mesut Özil. Beide fielen im Einzelverkauf laut IVW auf die schwächsten Zahlen ihrer Geschichte. Der Focus landete zwar über dem Soll - allerdings auch bedingt durch einen Sonderpreis von 1,90 Euro.

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Nur 145.632 mal wurde Der Spiegel 14/2019 in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. verkauft. Erstmals überhaupt fiel das Magazin im Einzelverkauf damit unter die Schwelle von 150.000 Exemplaren und damit auf einen neuen Minusrekord. Passiert ist das mit einem Thema, das eigentlich derzeit ein Aufreger ist: dem Thema Impfen. “Impfen auf Befehl: Der bizarre Streit um den Schutz unserer Kinder” schrieb die Redaktion auf das Cover – und stellte einen etwas irre drein schauenden Gesundheitsminister “Dr. Spahn” mit einer Spritze dazu. Verkaufsfördernd war das nicht, wie sich nun zeigt. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des Spiegels liegt im Einzelverkauf derzeit bei 177.600 Exemplaren, der 3-Monats-Durchschnitt immerhin noch bei 164.300. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkel, Bordexemplare und sonstige Verkäufe, kam Der Spiegel 14/2019 auf einen Verkauf von 682.088 Exemplaren, darunter 91.997 ePaper und Spiegel-Plus-Kunden.

Der stern nähert sich unterdessen immer bedrohlicher der 100.000er-Marke an: 110.423 mal wurde die Ausgabe 14/2019 im Einzelverkauf abgesetzt – ebenfalls ein historisches Tief. Das Titelthema “Mensch Özil – Vom deutschen WM-Helden zum Erdogan-Günstling. Was ist das schiefgelaufen?” interessierte lange Zeit nach dem Höhepunkt der Özil-Diskussion und seinem Nationalmannschafts-Rücktritt offenbar kaum noch jemanden. Logischerweise landete auch der stern klar unter seinem Normalniveau, das für die jüngsten 12 Monate derzeit bei rund 136.000 Einzelverkäufen liegt, für die jüngsten drei Monate bei 122.400. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf der Nummer 14/2019: Der lag bei 467.137 Exemplaren, inklusive 21.416 ePaper.

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Über dem Soll landete hingegen der Focus. Allerdings geschah das wohl vor allem wegen des Sonderpreises von 1,90 Euro pro Heft, den der Focus für die Ausgaben 13 bis 15 verlangt hat. Insofern sind die 65.243 Einzelverkäufe kein wirklicher Grund für Jubel, da der Umsatz im Einzelhandel durch den Sonderpreis unter dem liegt, was man sonst mit schlecht verkauften Heften zum Normalpreis erreicht. Der 12-Monats-Durchschnitt des Focus liegt im Einzelverkauf derzeit bei 58.100 Exemplaren, der 3-Monats-Durchschnitt bei 55.100. Insgesamt wechselte die Nummer 384.217 mal den Besitzer, 51.625 mal davon als ePaper.

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