Partner von:
Anzeige

Nach 15 Jahren im Verlag: Chefredakteur Michael Bröcker verlässt die Rheinische Post Ende September

Michael Bröcker verlässt die Rheinische Post in Düsseldorf
Michael Bröcker verlässt die Rheinische Post in Düsseldorf

Michael Bröcker und die Rheinische Post gehen ab Ende September getrennte Wege. Nach 15 Jahren im Verlag zieht es den Chefredakteur wieder nach Berlin, wie es in einer internen Mitteilung heißt. Wohin genau er geht, ist allerdings noch unklar. Auch eine Nachfolge ist noch nicht bestimmt.

Anzeige

Bröcker arbeitete seit 15 Jahren bei der Rheinischen Post und war zuletzt fünf Jahre lang Chefredakteur in der Düsseldorfer Verlagsgruppe. Nun wird er sich neuen beruflichen Herausforderung in Berlin zuwenden, wie in einer internen Nachricht zu lesen ist, die MEEDIA vorliegt. Zuerst hatte Horizont über den Wechsel an der Spitze berichtet.

In der Mitteilung wird Bröcker wie folgt zitiert: “Ich habe nach reiflicher Überlegung zugesagt, an verantwortlicher Stelle mit starken Partnern ein neues digitales Angebot im Journalismus aufzubauen. Eine Perspektive, die mich sehr reizt.” Und weiter: “Meine berufliche Familie wird allerdings immer die Rheinische Post bleiben, der ich vieles zu verdanken habe. Ich bin stolz, so lange Teil der besten Regionalzeitungsredaktion in Deutschland gewesen zu sein”.

Bereits ab 2007 arbeitete der 42-Jährige im Berliner Büro der Zeitung als Wirtschafts- und Finanzkorrespondent. 2010 übernahm er dort die Leitung der Parlamentsredaktion, bevor er 2014, als Nachfolger von Sven Gösmann, zum neuen Chefredakteur der Rheinischen Post berufen wurde.

Nachfolge noch unklar

Wer sein neuer Arbeitgeber sein wird, verrät Bröcker indes nicht. Ein kompletter Branchenwechsel ist nicht zu erwarten: dem Journalismus wird er treu bleiben. Ebenfalls unklar ist bislang, wer ab Oktober auf Bröcker bei der RP folgt. Die Suche nach einem Nachfolger soll in enger Abstimmung mit den Herausgebern stattfinden.

Anzeige

Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe: “Wir bedauern den Weggang von Herrn Bröcker sehr, unter dessen Führung digitale Innovationen umgesetzt, die Rheinische Post modernisiert und zahlreiche neue Partner für unsere Inhalte gefunden wurden. Die Redaktion der Rheinischen Post hat heute eine Rekordreichweite, daran hat Herr Bröcker großen Anteil.”

Auf Facebook hat sich Bröcker zu seinem Abgang geäußert:

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. In Bröckers Zeit ist die Auflage um 30 % zurückgegangen. Das sagt alles. Die Leute geben für Lügen eben kein Geld mehr aus. In spätestens 5 Jahren ist die RP Geschichte. Und das ist gut so.

  2. Herr Bröcker ist ein absoluter Vollversager, er hat die RP zum wahrscheinlich grössten Merkel Jubelblatt Deutschlands gemacht. Handwerklich ist das Blatt mittlerweile auf Schülerzeitungsniveau.

    Unter Herrn Bröcker informieren RP Redakteure nicht mehr ihre Leser, sie desinformieren sie, insbesondere bei Berichten über Straftaten.

    Das ist teilweise surreal, man liest Artikel und fragt sich, wo/was ist der Inhalt, ernsthaft.

    Der grösste Witz ist allerdings die Sa Ausgabe, die kommt wirklich mit vorproduzierter Titelgeschichte, wahrscheinlich hat Bröcker die 5 Tage-Woche eingeführt.

    1. Nicht sehr christlich vom Jesus, einen Kollegen als absoluten Vollversager abzuqualifizieren. Mit welcher göttlichen Qualifizierung seinerseits macht er das eigentlich? Aber egal, für einen rechten Troll gehören wahrscheinlich 95 Prozent der Tageszeitungen zu “Merkels Jubelblättern”. Da tut der Superlativ “größtes Jubelblatt Deutschlands” auch nicht mehr weh.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia