Partner von:
Anzeige

“Der wildeste Ritt meines Berufslebens”: CEO Philipp Jessen über den Start der sagenumwobenen Agentur Storymachine

“Wir sprechen nicht werbisch”: Storymachine-Gründer Philipp Jessen, Kai Diekmann, Michael Mronz (v.li.)
"Wir sprechen nicht werbisch": Storymachine-Gründer Philipp Jessen, Kai Diekmann, Michael Mronz (v.li.)

Wenn sich zwei bunte Hunde der Medienszene mit einem weithin bekannten Eventmanager für ein Startup zusammentun, ist ihnen die Aufmerksamkeit der Branche gewiss. Doch auch eineinhalb Jahre nachdem Ex-Bild-"Babo" Kai Diekmann, der frühere stern.de-Chef Philipp Jessen und PR-Profi Michael Mronz ihre Agentur gründeten, ist über Storymachine nur wenig bekannt. Über Kunden spricht man nicht, lautet die Devise. CEO Philipp Jessen nennt gegenüber MEEDIA die Gründe für diese ungewöhnliche Firmenpolitik und sein größtes Problem: die richtigen Mitarbeiter zu finden.

Anzeige

Fast scheint es, als hätte sich das Berliner Unternehmen mit Sitz am Tempelhofer Ufer ein Patent auf Heimlichtuerei gesichert: So geheimnisumwittert sind die Kundenkontakte der Storymachine, deren Macher sich rühmen, mehr CEOs unter ihren Kunden zu haben als jede andere Kommunikationsagentur. Öffentlich wurden seit dem Start nur etliche Personalien, zuletzt die Verpflichtung des früheren Chefredakteurs von Springers Computer Bild, Axel Telzerow als Chief Content Officer.

Auch in der Öffentlichkeit machten sich die Gründer in eigener Sache bislang rar, sieht man von Social Media-Inszenierungen ihres Büroeinzugs einmal ab. Eine bewusst aufs Wesentliche reduziert gestaltete Homepage – that’s it. Für MEEDIA machte CEO Philipp Jessen eine Ausnahme und stellt sich erstmals Fragen nach dem Innenleben der Agentur, dem Geschäftsmodell und der bisherigen Arbeit der Storymachine, die bereits 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Angenommen, MEEDIA würde behaupten, dass Storymachine Twitter-Posts für Carsten Maschmeyer verfasst hat: Schickten Sie uns dann eine Gegendarstellung?
Philipp Jessen:
Nö. Würden wir nicht. Aber nur aus dem Grund, weil wir uns aus Prinzip nicht zu Kunden oder Nicht-Kunden äußern. Allerdings würden wir uns vielleicht bei Twitter darüber lustig machen, wie schlecht ihr informiert seid. Das tut mehr weh als jede Gegendarstellung.

Zu den Prinzipien Ihrer Agentur gehört es, dass Sie Ihre Kunden nicht nennen. Warum die Geheimniskrämerei?
Das ist eine strategische und eine Stil-Frage. Wir möchten die Marken und Personen, für die wir kommunizieren, in den Vordergrund stellen. Es geht nicht um uns. Wir arbeiten im Hintergrund. Ein guter Musikproduzent holt aus einem talentierten Sänger auch noch mal 15% mehr raus, aber stellt sich nicht neben den Star auf die Bühne. Er überlässt ihm das Scheinwerferlicht. Übrigens: Den Redenschreiber von Angela Merkel kennt auch keiner. Außerdem habe ich es immer als äußerst unangenehm empfunden, wenn sich Agenturen für den Gewinn eines großen Pitches öffentlich abfeiern. Als Kunde würde sich das für mich nicht gut anfühlen. Darum lassen wir das.

Wie ist die Bilanz nach einem Jahr Storymachine?
Persönlich? Das war der wildeste Ritt meines Berufslebens. Ich hatte nicht ansatzweise diese Geschwindigkeit, diese Intensität, dieses Wachstum erwartet.  Letztens habe ich an einem Dienstagvormittag einer Kollegin ein „schönes Wochenende!“ gewünscht, weil ich dachte, es sei schon Freitagnachmittag. Ich habe bisher immer für große Verlage gearbeitet und mich tierisch über die verkrusteten Strukturen aufgeregt. Aber wenn du zum ersten Mal ein Unternehmen von Null aufbaust und alle Strukturen erst geschaffen werden müssen, dann weißt du das plötzlich zu schätzen. Deshalb habe ich heute noch mehr Respekt vor jedem einzelnen Gründer als früher. Denn heute ist mir klar, wie viel Mut wirklich dazugehört. Rückblickend war ich selber übrigens gar nicht so mutig, sondern eher naiv. Darüber bin ich allerdings zutiefst glücklich. Denn sonst hätte ich diese großartige Reise vielleicht nicht angetreten.

Und geschäftlich?
Was die Bilanz von Storymachine angeht, um Kai zu zitieren: „Wir sind erschreckend erfolgreich.“ Die Idee kam zur richtigen Zeit. Für unser Produkt gibt es einen wachsenden Markt. Wir mussten nach vier Monaten unseren Coworking Space verlassen und in größere Räume ziehen, die jetzt schon wieder zu klein werden. Wir haben jetzt schon knapp 50 Mitarbeiter. Unsere Gründer-Konstellation von Kai, Michael und mir sowie die Idee mit talentierten Menschen wie Nora Beckershaus, die seit Tag eins mit an Bord ist, Storymachine mit aufgebaut hat und das Thema Innovation federführend antreibt, zusammen zu arbeiten ist aufgegangen. Die betriebswirtschaftliche Strategie von Michael, keinen Investor mit reinzunehmen, sondern alles aus eigener Kraft zu stemmen, auch. Wir sind schuldenfrei, gehören uns selbst und machen echten Gewinn. Wir könnten mit der Entwicklung nicht zufriedener sein.

“Wir sprechen nicht werbisch. Wir arbeiten komplett datenbasiert”

Was unterscheidet das Unternehmenskonzept von klassischen Werbeagenturen und Content Marketing-Dienstleistern? Wo liegt der USP?
Wir sprechen nicht werbisch. Egal ob für CEOs oder Marken, unser Storytelling ist immer journalistisch. Wir arbeiten komplett datenbasiert. Storytelling, Performance, Distribution Intelligence, technologische Innovationen – das alles kommt bei uns aus einer Hand. Konzipiert von Journalisten, Datenanalysten und Campaign Managern. Wir arbeiten wie eine Redaktionsagentur. Das heißt: Wir planen die Inhalte nach Absprache mit unseren Kunden auf Wochen im Voraus. Wie eine Agentur. Gleichzeitig haben wir jeden Morgen eine Vollkonferenz mit allen Mitarbeitern. Eben wie in einer Redaktion. In unserer Küchenkonferenz bewerten wir gemeinsam die Newslage und schauen, welche aktuellen Themen aus den Netzwerken, Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Boulevard wir mit unseren Kunden besetzen sollten. Bei uns kann jeder zu jedem Kunden etwas beisteuern und seine Ideen äußern.

Wie läuft das konkret?
Häufig macht jemand, der eigentlich für Wirtschaft zuständig ist, den besten Vorschlag für Lifestyle-Kunde XY. Für unsere Kunden ist das natürlich toll. Denn du hast neben deinem persönlichen Storymachine-Team jeden Morgen 50 kreative Leute, die sich über dich und deine Marke den Kopf zerbrechen. Diese Diskussionen machen nicht nur wahnsinnig Spaß, sondern es entstehen auch die besten Geschichten daraus. Aus dem Tagesgeschehen die Geschichte zu destillieren, in Echtzeit schnell aufzubereiten und sofort auszuspielen, darin sind wir gut.

Der Fokus Ihrer Aktivitäten liegt im Social Web. Warum ist es für Unternehmen wichtig, schwerpunktmäßig bei Facebook, Instagram & Co. mit Kampagnen zu punkten?
Es geht eben nicht nur um Kampagnen. Es geht darum, mit deinen Stakeholdern in einen nachhaltigen Kontakt und Dialog zu treten. Nach innen und außen. B2B und B2C. Wir kommunizieren mit der Zielgruppe immer da, wo sie sich auch aufhält. Wir führen immer einen Dialog auf Augenhöhe, sind immer Herr unseres Narrativs und lassen Geschichten nicht von anderen erzählen.

Instagram-Account der Social-Media-Agentur

Instagram-Account der Social-Media-Agentur © Storymachine

Was ist das größte Problem Ihres noch jungen Unternehmens?
Die richtigen Mitarbeiter zu finden. Für das Thema Employer Branding ist Social Media geradezu perfekt. Nirgendwo treffe ich so geballt junge Talente, wie in den Netzwerken. Außerdem habe ich nirgendwo sonst die Möglichkeit, meine Geschichte, meine Unternehmenswerte, meine Haltung unverfälscht mitzuteilen und dadurch junge Talente für mich zu begeistern. Auch darin unterstützen wir Unternehmen.

“Wir kommen nicht angeritten und sagen: ‘So, jetzt lass mal die Profis ran.'”

Da Sie Pitches meiden: Wie akquirieren Sie Neukunden, und wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Wir meiden keine Pitches. Wir sehen nur häufig keinen Sinn darin. Wir arbeiten auf Workshop-Basis. Wir treffen uns mit potenziellen Kunden, analysieren ihre Aktivitäten, machen Vorschläge und erarbeiten gemeinsam mit ihnen neue Ideen. Dann entscheiden wir am Ende beidseitig, ob eine Zusammenarbeit Sinn ergibt. Unser Ansatz ist immer integrativ. Wir kommen da nicht angeritten und sagen: „So, jetzt lass mal die Profis ran.” Wir wollen immer gemeinsam eine große Idee erarbeiten.

Funktioniert das als externer Dienstleister?
Wir embedden sogar Mitarbeiter unserer Kunden bei uns. Zum Teil arbeiten sie ein Jahr lang aus unserem Office für ihren Arbeitgeber und werden Teil des Storymachine-Teams. Wir kannibalisieren uns da bewusst selbst. Denn wir wollen die Leute aufladen, damit sie nach ein bis zwei Jahren zurückgehen und von unserem Wissen profitieren.

Anzeige

Was können Sie für Ihre Kunden bewegen, wo liegen die Grenzen Ihrer Möglichkeiten?
Wir können Marken und Menschen in die Lage versetzen, ihre eigenen Publisher zu werden und eine perfekt definierte, qualitativ hochwertige und quantitative Zielgruppe zu erreichen. Gerade im Bereich CEO-Branding ist die qualitative Reichweite entscheidend. Hierunter verstehen wir ein passgenaues Following relevanter Stakeholder für die eigene Mission. Dazu haben wir Storymachine-Gründer ein breites Netzwerk, das wir für unsere Kunden nutzen. Wir unterstützen beim Markenaufbau, Branding und natürlich in der Krise. Das Wichtigste: Wir haben ein großartiges Team. Was wir nicht können beziehungsweise wollen ist, Produkten oder Menschen eine unwahrhaftige fremde Identität zu geben, oder ihnen diese überzustülpen. Wir wollen echte und nachhaltige Geschichten erzählen. Journalistisch, spannend und ehrlich über die Marken, Produkte und Menschen berichten. Natürlich wollen wir unsere Kunden immer im besten Licht erscheinen lassen. Aber wir erfinden nichts.

Ihre Agentur ist im ersten Jahr stark gewachsen und beschäftigt auch viele Journalisten, von denen einige auch schnell wieder gehen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, wie sieht das Job-Anforderungsprofil bei Storymachine aus?
Wir stellen nach drei Prämissen ein: 1. Du musst wissen, was du tust. Klingt banal, ist es aber nicht. Das weiß jeder, der mal in großen Unternehmen gearbeitet hat nur zu gut. Bei uns muss jeder in seinem Bereich Spezialist sein. Unsere Anforderungen sind hoch. Ich glaube fest daran, dass sich ein guter Chef ab Tag eins selber überflüssig machen muss. Das heißt: Ich stelle Leute ein, die klüger sind als ich, schenke ihnen Vertrauen und lasse sie machen. 2. Du musst für den Job brennen. Unser internes Mantra lautet: Kundenzufriedenheit ist unser geringster Anspruch. Es ist wirklich das Mindeste, dass der Kunde mit unserer Leistung zufrieden ist. Unser Ziel ist es, den Kunden zu überraschen und zu begeistern – jeden Tag aufs Neue. Dazu musst du dir selber Druck machen. Der kann nicht von außen kommen. Nur aus dir selbst heraus. 3. Wir haben eine strikte No Asshole Policy. Und wir nehmen die ernst. Das heißt nicht, dass wir hier alle zusammen in den Sommerurlaub fahren sollen. Aber – und das wird dir in Konzernen leider oft beigebracht – andere klein machen, damit du selber groß wirkst, funktioniert bei Storymachine nicht. Denn das erzeugt nur Scheinriesen, keine echte Größe. Meine Erwartung ist, dass sich die Leute unterstützten. Gemeinsam alles aus sich rausholen. Sich gegenseitig nach vorne schieben. Nur so erreichst du Großes – zusammen! Und nur so kannst du hier arbeiten. Storymachine ist ein sich selbstreinigender Organismus. Wenn es nicht passt, wird das schnell beiden Seiten klar. Und man trennt sich.

Sie haben die Agentur zusammen mit Kai Diekmann und Michael Mronz gegründet. Wie ist die Aufgabenverteilung des Führungstrios?
Michael, Kai und ich treiben zusammen die strategische Akquise für das Neukundengeschäft für Storymachine. Dazu hat jeder seine Spezialbereiche. Micky kann rechnen, was ziemlich hilfreich ist. Er macht alles auf der finanziellen Seite und erklärt Kai und mir in aller Seelenruhe die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge. In meinem Fall häufig erfolglos. Kai arbeitet strategisch an den Kunden mit, wir sprechen täglich mehrfach zu allen aktuellen Themen. Wir machen Workshops und Kundengespräche zusammen und entwickeln die Idee von Storymachine gemeinsam immer weiter. Ich bin als Founder und CEO für die gesamte strategische und operative Führung von Storymachine verantwortlich. Manchmal kann ich – so zufällig wie wir uns gefunden haben – gar nicht fassen, wie gut wir drei zusammenpassen. Und wie gut wir uns inhaltlich und auch charakterlich ergänzen und komplettieren.

Als Arbeitgeber muss ein Startup mit innovativen Ideen und Leistungen für die Mitarbeiter punkten. Was bieten Sie?
In erster Linie ist das hier ein spannender Arbeitsplatz. Wir haben interessante und mutige Kunden. Wir machen etwas Neues in der Kommunikation. Die Menschen können eigenverantwortlich an tollen Projekten arbeiten. Leistung zahlt sich hier aus. Wir wachsen. Das ist dem Team am wichtigsten. Dazu zeigen wir unseren Mitarbeitern unsere Wertschätzung auch mit bestimmten Aktionen: Wir haben zum Beispiel einen Fun Monday. Heißt: einmal im Monat überrasche ich die Redaktion. Wir hatten ein Pop-up-Nagelstudio, einen Mönch, der mit uns meditiert hat, eine Zeichnerin, die alle gemalt hat und letztens haben wir einen Elektroroller verlost.

Wir machen Team Drinks am Donnerstag. Team Lunches am Freitag. Und wir haben die Storymachine Academy, hier kommen spannende Menschen aus dem Netzwerk der Gründer und reden bei einem Drink in unserer Küche mit den Mitarbeitern über Gott und die Welt. Mir ist es wichtig, dass sich jeder hier persönlich weiterentwickeln kann. Darum habe ich mit jedem Mitarbeiter regelmäßig direkte Feedbackgespräche. Da arbeiten wir an individuellen Themen. Das kostet viel Zeit, aber das ist mir wichtig. Darum nehme ich mir diese Zeit. Ein Unternehmen ist die Summe seiner Mitarbeiter. Wir möchten, dass sich unsere Talente bei uns wohl fühlen. Und: wir haben das schönste Office Deutschlands. Ich kenne nichts Vergleichbares. Das alles hier hat Katja Kessler (Bestsellerautorin und Ehefrau von Kai Diekmann, die Red.) für uns designed. An nur einem Wochenende.

“Ich kann diesen Hype ums Scheitern übrigens nicht mehr hören. Ich finde, man lernt durch Siege mehr.”

Nicht alles, was Sie gestartet haben, ist erfolgreich. Vor allem um das Finanzportal scheint es nach anfänglicher Euphorie sehr ruhig geworden zu sein. Wie gehen Sie mit Rückschlägen und Niederlagen um?
Mit Verlaub, Sie kennen nicht mal einen Bruchteil unsere Projekte. Weil wir uns wie erwähnt im Hintergrund halten. Und Zaster ist das Gegenteil eines Misserfolges. Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Das Betreiben einer Webseite ist nicht das Kerngeschäft von Storymachine. Dennoch übertreffen wir alle unsere selbstgesteckten Ziele. Und dass es „ruhig“ geworden ist, ist ihre gefühlte Wahrheit. Faktisch sieht es ganz anders aus. Wir hatten gerade unseren reichweitenstärksten Monat.

Solche Vergleiche sind relativ. Wir bleiben dabei, dass wir gerade bei Zaster einen Erfolg nicht erkennen können. Noch mal die Frage nach den Rückschlägen…
Niederlagen gehören genau wie Erfolge zum Leben und Geschäft dazu. Wenn man selbstständig ist, fühlt es sich nur ganz anders an. Mein Freund, der Vapiano-Gründer Mark Korzilius, hat mal folgendes zu mir gesagt: „Philipp, the highs are higher, the lows are lower!“ Und er hatte sowas von recht. Ich kann diesen Hype ums Scheitern übrigens nicht mehr hören. Ich finde, man lernt durch Siege mehr. Nämlich dann, wenn man eben nicht arrogant wird und sich für den Tollsten hält. Sondern faktisch und rational analysiert, warum etwas besonders gut gelaufen ist. Bei einer Niederlage kann ich nur schauen, was ich nächstes Mal eben nicht wieder falsch mache. Das ist natürlich wertvoll. Aber durch einen Sieg kann ich lernen, wie ich aus einem Erfolg eine Sieges-Serie mache. Wenn ich der beste Boxer der Welt werden will, schaue ich mir auch nicht nur Aufnahmen von Boxern an, die pausenlos auf die Fresse kriegen und K.O. gehen. Ich schaue mir Muhammad Ali an, um zu lernen, wie ich als letzter im Ring stehen bleibe. Darum geht es. Immer besser werden. Immer weiter lernen. Aus Niederlagen. Aber eben auch aus Siegen.

Ein Blick in die Zukunft: Orakeln Sie mal, wie Ihre Agentur in fünf Jahren aussieht…
Bei unserer derzeitigen Geschwindigkeit möchte ich keine Prognose abgeben. Da kann ich nur verlieren. Nur so viel: Ich bin mir ganz sicher, dass Kai, Micky und ich weiterhin zusammen sind. Und hoffe, dass wir in fünf Jahren mehrere Storymachine-Standorte haben. In Deutschland – und vielleicht sogar auf der ganzen Welt.

 

Die Fragen an Philipp Jessen wurden per E-Mail gestellt.

 

 

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Oh man, was für ein schriftliches “Interview”…

    1. Herr Jessen gilt selbsternannterweise als einer der eitelsten Medienheinis überhaupt. Erinnert sich noch wer an den fremdscharmösen Twitter-Wettbewerb zwischen Kai Diekmann und Philipp Jessen, wer eitler ist? Wenn man diesen Background im Hinterkopf hat und dann folgende vollkommen unglaubwürdige Aussage von Jessen liest:

    “Es geht nicht um uns. Wir arbeiten im Hintergrund. (…) Außerdem habe ich es immer als äußerst unangenehm empfunden, wenn sich Agenturen für den Gewinn eines großen Pitches öffentlich abfeiern. Als Kunde würde sich das für mich nicht gut anfühlen. Darum lassen wir das.”

    Es ging und geht immer nur um Jessen. Das müsste auch Georg Altrogge wissen.

    2. “Es geht eben nicht nur um Kampagnen. Es geht darum, mit deinen Stakeholdern in einen nachhaltigen Kontakt und Dialog zu treten. Nach innen und außen. B2B und B2C.” Als CEO einer Content-Agentur sollte Jessen wissen was B2B und B2C bedeutet. Mit innen (meint er interne Kommunikation???) hat das nix zu tun. Vielleicht erklärt ihm das mal jemand von seinem ehemaligen Arbeitgeber Gruner. Oder sind die zu verkrustet?

    3. “Wir führen immer einen Dialog auf Augenhöhe, sind immer Herr unseres Narrativs und lassen Geschichten nicht von anderen erzählen.” Steht das J in Jessen für Jesus?! Darauf erst mal ein Paulaner. Prost.

    4. “Und Zaster ist das Gegenteil eines Misserfolges. Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Das Betreiben einer Webseite ist nicht das Kerngeschäft von Storymachine. Dennoch übertreffen wir alle unsere selbstgesteckten Ziele. Und dass es „ruhig“ geworden ist, ist ihre gefühlte Wahrheit. Faktisch sieht es ganz anders aus. Wir hatten gerade unseren reichweitenstärksten Monat.”
    Schaut mal sich die Retweetes und Likes auf Twitter an liegt das meistens im einstelligen Bereich wovon vor allem Diekmann und seine Buddys liken und retweeten. Man kann eigentlich sagen: Zaster ist so erfolgreich wie die Fusion von DB und Commerzbank. BTW: Wer seine selbstgesteckten Ziele nicht im Vorwege kommuniziert kann alles behaupten. Warum fragt Altrogge da nicht genauer nach? Warum prahlt (seinem naturell entsprechend) Jessen nicht mit den Zahlen zum reichweitenstärksten Monat (ohne Basiswert ebenfalls völlig wertlos).

  2. Hat jemand schon mal die 50 Mitarbeiter gesehen, wenn kein Journalist in die heiligen Hallen darf? Vermutlich werden großzügig die Ziegen von Kaischi, der Postbote und der Kioskbetreiber um die Ecke dazu gezählt.
    Nichtsdestotrotz: Ich wünsche Euch viel Erfolg und, dass Ihr das Google+Image schnell wieder loswerdet.

  3. 50+ Mitarbeiter – und dann mit JEDEM von ihnen das direkte Feedbackgespräch? Und in der Küche mal so locker Gott und die Welt Talks von großartigen Peoples? Passen da alle 50 rein, oder müssen sich einige in der Besteckschublade ankuscheln?

    Ich weiss, dass es gerade im Bereich der Agenturen viel English-Speaking gibt und auch viel geblendet wird – aber das “Interview” hier, das toppt doch alles. Chapeau und vielleicht nächstmal less Hype, more Understatement, y’ know?

    Aber danke @Meedia, dass ihr zumindest versucht habt, der Super-Cool-Funky-Storymaschine in die Karten zu schauen.

  4. Öh was ist das denn bei Story Maschine für eine Webseite. Kurze Info. Für de Domains gibt es eine impressumspflicht. Auch sind dort keinerlei Datenschutz Hinweise ersichtlich.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia